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Seerouten-Planung mit ESA-Unterstützung

03.11.2017

Aquaplot nutzt Satellitenpositions- und Erdbeobachtungsdaten für die Prognose von Flottenbewegungen auf See (Quelle: Flickr/Global Panorama)

Das auf maritime Routenplanung spezialisierte Unternehmen Aquaplot, Karlsruhe, ist seit Kurzem Mitglied des Gründerprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Das ESA-Inkubator-Programm unterstützt Start-ups beim Transfer von Weltraumtechnologie für die Anwendung im kommerziellen ‚Non-Space‘-Bereich. Aquaplot nutzt Satellitenpositions- und Erdbeobachtungsdaten für die Prognose von Flottenbewegungen auf See und die Optimierung der maritimen Supply Chain.
„Das Inkubator-Programm unterstützt uns beim Ausbau unserer Plattform. Bisher setzen unsere Kunden die Aquaplot-Plattform unter anderem zur Auftragskalkulation, dem Monitoring von Schiffen oder für Business Intelligence-Anwendungen ein. Mit den Satellitendaten können wir zukünftig dynamische Einflüsse wie Wind und Strömung berücksichtigen und unseren Kunden ein besseres Echtzeitbild und realistischere Prognosen liefern“, erklärt Henning Grimm, CEO von Aquaplot.
Aquaplot nutzt naturinspirierte Künstliche Intelligenz für seine Software. „Dazu gehören Partikelschwarmalgorithmen und evolutionäre Algorithmen, die wir in einem Netzwerk kooperieren lassen. Wir erzielen damit positive Effekte, wie man sie auch in einem gut eingespielten Team mit Arbeitsteilung und effektiver Absprache beobachten kann. Das ist bisher einmalig und erlaubt uns, Routen in Echtzeit planen zu können, ohne dass diese von zahlreichen Schiffen abgefahren sein müssen. Darüber hinaus ergeben sich ganz neue Möglichkeiten zur Simulation und Szenarioanalyse“, ergänzt Grimm. Das Start-up hat für seine Seeroutenplanungssoftware bereits ein Europäisches Patent beantragt.
Für die Weiterentwicklung dieser innovativen Technologie erhält Aquaplot eine finanzielle Förderung von 50 000 Euro, die zur einen Hälfte von der ESA und zur anderen vom Land Hessen getragen wird, sowie Zugang zu Experten der ESA. Außerdem wird das Logistik-Start-up in ein Netzwerk aus Unternehmen und Investoren aufgenommen und erhält Präsentationsmöglichkeiten bei Veranstaltungen und Netzwerkevents. In Darmstadt liegt eines der europaweit verstreuten Gründerzentren der ESA. Das dortige ESA Business Incubation Centre (BIC) wird vom Zentrum für Satellitennavigation Hessen (cesah) betrieben.


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