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Synchronisierung von intermodalen Logistikketten

24.11.2017

Auf dem Eurogate-Containerterminal in Bremerhaven hat am 16. November das Kick Off-Meeting des Forschungsprojekts SYNCHROLOG (Technikbasiertes Dienstleistungssystem zur Synchronisierung von Umschlags- und Transportprozessen in Intermodalen Logistikketten) stattgefunden.

Das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren bis September 2020 wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Technikbasierte Dienstleistungssysteme“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
An allen Schnittstellen in intermodalen Transportketten, insbesondere im Containerverkehr, existieren kostenintensive Pufferfunktionen. Die Ursachen liegen darin, dass z.B. Prozesse wie Auftragsbearbeitung, Fahrzeugortung, Zollabwicklung und Freistellungsverfahren der einzelnen am Transportauftrag beteiligten Akteure noch nicht optimal abgestimmt sind. Abweichungen vom Zeit- und Transportplan werden nicht an die folgenden Teilnehmer in der Kette kommuniziert. Eine wünschenswerte Synchronisierung der Prozesse findet höchstens in Ansätzen statt. Das Forschungsprojekt SYNCHROLOG entwickelt ein IT-gestütztes Dienstleistungssystem, das darauf abzielt, die Prozesse im intermodalen Transport am Beispiel des Lkw-Verkehrs von Containern, Automobilen und Gütern mit Übermaßen (High & Heavy) besser abzustimmen. Auf Basis einer Bedarfsanalyse im Umfeld des potenziellen Nutzerkreises werden Anforderungen an die Dienstleistung zur Prozesssynchronisierung erhoben. Dabei wird untersucht, welche Daten seitens der Testpartner für die Prozesse relevant sind und wie diese in einer Umsetzung des SYNCHROLOG-Demonstrators harmonisiert werden können. Neben auftragsbezogenen Daten, wie Auftrags- und Containernummer, Ziel, geplante Ankunfts- und Abfahrtszeiten, werden zusätzliche Informationen, wie Orte mit Positionsdaten von Fahrzeugen, Statusmeldungen und relevante Vormeldeinformationen integriert.
Im Anschluss ist geplant die Dienstleistung, z.B. in den deutschen Nordseehäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie Inland-Hubs, in verschiedenen Szenarien entlang der Transportkette in einem Demonstrator zu erproben: Kommunikationsplattform als zentrale Komponente, Slot-Management-System für die Vereinbarung der Warenübergabe, Mobile App für die Einbindung der Fahrer in das Dienstleistungssystem, Supply Chain Event Management für eine dynamisierte Slotbuchung und eine Dispositionsanbindung vom bzw. zum Disponenten.
Mit dem SYNCHROLOG-Demonstrator soll gezeigt werden, dass eine verbesserte Planbarkeit und Abstimmung der Verkehrsträger möglich ist, so dass einerseits die Durchlaufzeiten beschleunigt werden und andererseits die verfügbare Infra- und Suprastruktur des Transportnetzes und der Terminals gleichmäßiger ausgelastet wird.
Das Projekt wird vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) koordiniert. Mit den Unternehmen aio IT for Logistics GmbH, dbh Logistics IT AG, Eurogate Container Terminal Bremerhaven GmbH und T-Systems International GmbH sind wichtige Akteure aus Industrie und Wissenschaft direkt als Partner in dem Projekt beteiligt. Verbände und die Hafenwirtschaft in Bremen, Hamburg und Wilhelmshaven sowie weltweit agierende Unternehmen bringen sich durch assoziierte Partnerschaften ein bzw. können in das Projekt eingebunden werden.


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