Die beiden mit LNG betriebenen Fähren für MOL können Wind zur Antriebsunterstützung nutzen    (Quelle: Mitsui O.S.K. Lines)

MOL bestellt zwei LNG-Fähren bei Naikai Zosen

Die japanische Reederei Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. (MOL) hat zwei mit LNG betriebene Fähren bei dem japanischen Schiffbaukonzern Naikai Zosen Corporation bestellt. Die 199,4 m langen und mit 15 600 BRZ vermessenen „Super-Eco-Ferries“ für die MOL-Konzerntochter MOL Ferry Co., Ltd. bieten Kapazitäten für 157 Passagiere sowie 50 PKW und 155 LKW. Die Neubauten sollen 2025 abgeliefert werden und zwei ältere Fähren ersetzen, die MOL Ferry derzeit auf der Strecke Oarai – Tomakomai betreibt – die Verbindung der Hauptinsel Honshū mit der nördlich gelegenen Insel Hokkaidō.

Nach Informationen der Reederei beinhaltet das Schiffsdesign neben der stromlinienförmigen Rumpfform mit abgerundetem Bug auch die von Naikai Zosen entwickelte Spray Tearing Plate (STEP), die den Wasserwiderstand verringern und dadurch zu einer höheren Kraftstoffeffizienz beitragen soll. Zudem können die Neubauten diagonal auftreffende Winde zur Unterstützung des Vortriebs nutzen. Im Vergleich zu derzeit in Betrieb befindlichen MOL-Fähren sollen so die CO2-Emissionen um etwa 35 Prozent reduziert werden.

Aktuell befinden sich bereits zwei mit LNG betriebene Fähren für MOL im Bau, die 199,5 m langen und mit 17 300 BRZ vermessenen Schwesterschiffe „Sunflower Kurenai" und „Sunflower Murasaki". Laut der Reederei handelt es sich bei diesen beiden Schiffen mit Ablieferung in 2023 um die ersten LNG-Fähren, die in Japan zum Einsatz kommen werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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