Großcontainerschiffe im Hamburger Hafen (Waltershof) (Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch)

Deutsche Seehäfen schlagen 2018 insgesamt 305 Mio. t um

Die deutschen Seehäfen haben im vergangenen Jahr rund 305 Mio. t Güter umgeschlagen.

Dies entspricht einem Wachstum von 1,7 % gegenüber 2017. Das geht aus den kürzlich veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Sowohl Importe als auch Exporte konnten ein Wachstum verzeichnen.
Im Gesamtverkehr wurden 304,7 Mio. t umgeschlagen. Der Versand lag mit 122 Mio. t 1,5 % über dem Vorjahr, der Empfang aus dem Ausland mit 182,7 Mio. t 1,9 % über dem Vorjahr. Der Güterverkehr mit China und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nahm insgesamt um 5,3 % bzw. 2,1 % zu (darunter +14,2 % mit Litauen). Zuwächse konnten auch die Verkehre mit Australien und Neuseeland (+32,2 %), Singapur (+10,9 %) und Südkorea (+10,8 %) verzeichnen. Der Güterverkehr mit Saudi-Arabien (-20,4 %) sowie Malaysia (-8,8 %) sank ab.
Der Containerumschlag ist 2018 mit erneut 15,1 Mio. TEU stabil geblieben, nahm aber nach Gewicht (+8,1 %) deutlich zu. Auch die Zahlen im Im- und Export sind nahezu unverändert. Rückläufig waren die Relationen mit Amerika  (-4,8 %, darunter -9,3 % mit Kanada). Zuwächse konnten die Verkehre mit Afrika (+16,7 %) und Ozeanien (+24,3 %) verzeichnen.
Die Personenbeförderung ist im vergangenen Jahr mit 30,7 Mio. Passagieren um 0,3 % zurückgegangen.
Die deutschen Seehäfen fertigten 2018 insgesamt 127 972 Schiffe und damit 2,1 % mehr als im Vorjahr ab.
Trotz der gestiegenen Umschlagzahlen ist das vergangene Jahr gekennzeichnet von äußerlichen Faktoren, die die Umschlagmenge beeinflussen. Neben den Unsicherheiten in der internationalen Handelspolitik sind vor allem Sondereffekte (Dürresommer 2018) für Verschiebungen in einzelnen Segmenten verantwortlich.

Häfen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Anzeige
Artikel Redaktion Schiff&Hafen