Die LEP-Lichttechnik soll in Hafenbereichen den Energieverbrauch reduzieren (Foto: bremenports GmbH & Co. KG)

Häfen testen neue Plasma-Lampen

Um in Zukunft bei der Beleuchtung der Häfen Energie effizienter zu nutzen, haben Bremen und Niedersachsen ein neues länderübergreifendes Kooperationsprojekt gestartet.

Die Partner bremenports, Niedersachsen Ports, JadeWeserPort und BLG wollen in einer Pilotstudie verschiedene Leuchtmittel miteinander vergleichen. Neben den bereits eingesetzten Leuchtmitteln Natriumdampf und LED soll in diesem Projekt auch das neuartige Leuchtmittel LEP (Light Emitting Plasma) zum Einsatz kommen.
Bei der LEP-Technologie werden in einer Quarzlampe mit Hilfe von Mikrowellen chemische Verbindungen angeregt. So wird ein Plasma erzeugt, das Licht emittiert. Das Lichtspektrum ist dem Tageslicht sehr ähnlich. Die Technik funktioniert ohne Elektroden oder Glühdraht und bildet eine punktförmige Lichtquelle. Diese Art der Lichterzeugung, die bereits in US-amerikanischen Häfen zum Einsatz kommt, zeichnet sich Herstellerangaben zufolge durch ihre hohen Effizienzwerte aus. Da die eingesetzte elektrische Energie zu einem hohen Grad in Licht umgewandelt würden, könnten im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln Einsparungen von bis zu 80 Prozent erzielt werden. Darüber hinaus weisen die Leuchten einen geringer Wartungsbedarf und eine hohe Lebensdauer auf, sind schadstoffarm und recyclebar.
Sollten sich die Vorteile der LEP-Leuchten in der jetzt gestarteten Vergleichsstudie verifizieren, sollen die Leuchtmittel in das Nachhaltigkeitsmanagement der deutschen Häfen integriert werden. Das LEP-Projekt der Länder Bremen und Niedersachsen wird mit 145 000 Euro aus dem Förderfonds der Metropolregion Nordwest gefördert. Die Gesamtkosten für die Umsetzung des Pilotprojektes belaufen sich auf 308 500 Euro. Unterstützt wird das Projekt von den Beleuchtungsspezialisten A&O Lighting Technology und Glamox Aqua Signal aus Bremen, iSiTEC und CONLED aus Bremerhaven sowie vom Hansestadt Bremisches Hafenamt und der Eisenbahn- und Stadtbahnaufsicht. Auch die Hochschule Bremen begleitet das Vorhaben mit Projektarbeiten im Masterstudiengang „Zukunftsfähige Energiesysteme“.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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