Im schwedischen Göteborg soll die LNG-Bunkeranlage mehr Flexibilität für Kunden und LNG-Zulieferer bieten

MAN Cryo liefert LNG-Bunkeranlage für Göteborg

Das schwedische Infrastrukturunternehmen Swedegas hat MAN Cryo, Hersteller von Brenngassystemen (LNG) für den Schiffbausektor von MAN Diesel & Turbo, mit der Lieferung einer LNG-Bunkeranlage für den Hafen von Göteborg beauftragt.

Die neue Anlage soll es Schiffen ermöglichen, LNG-Brenngas von Lkw oder Containern zu bunkern und gleichzeitig Fracht an zwei Anlegestellen am Hafen zu laden/entladen. Damit entfällt der separate Betankungsstopp. Diese Lösung bietet mehr Flexibilität für die Kunden und LNG-Zulieferer und steht mehreren Lieferanten offen.
„Wir sind sehr glücklich darüber, mit diesem Vertrag die erste derartige Bunkeranlage im wichtigen Hafen von Göteborg bauen zu können. Unsere Strategie, LNG-Lösungen für den maritimen Markt anzubieten, die sowohl an Bord von Schiffen als Brenngasversorgungssysteme als auch als Bunkerinfrastruktur eingesetzt werden können, passt perfekt in die allgemeine Entwicklung hin zum sauberen Schiffsantrieb“, erläutert Mikael Adler, Geschäftsführer der MAN Diesel & Turbo, Schweden. Er fährt fort: „Wir wollen robuste, intelligente und flexible Lösungen auf den Markt bringen, und dieses strategische Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür.“
Die maßgeschneiderte Anlage verfügt über eine Entladestation für LNG-Anhänger oder Container, Zubringerpumpen, vakuumisolierte Rohrleitungen und Bunkeranlagen, um einen effizienten Betrieb zu ermöglichen. Sie wurde von der EU als eines der am meisten priorisierten Infrastrukturprojekte in Europa bezeichnet und wird auch die strengere Schwefelrichtlinie für den Schiffsverkehr erfüllen.
MAN Cryo wird das Projekt unter den Bedingungen eines EPC-Vertrages einschließlich Planung, Beschaffung und Bau ausführen und über die Niederlassung von MAN Diesel & Turbo in Göteburg abwickeln. Die Anlage soll 2018 eröffnet und von Swedegas in enger Zusammenarbeit mit dem Hafen von Göteborg verwaltet und betrieben werden.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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