Hamburger Hafen

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden im Hamburger Hafen im ersten Halbjahr 2020 weniger Seegüter umgeschlagen        
(Foto: HHM/Peter Glaubitt)

Seegüterumschlag im Hamburger Hafen rückläufig

Der Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) hat eine Umschlagbilanz für das erste Halbjahr von 2020 vorgestellt. Dem HHM zufolge hat sich die weltweite Corona-Pandemie spürbar negativ auf die Umschlagentwicklung von Deutschlands größtem Universalhafen ausgewirkt. So wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Hamburger Hafen nur 61,2 Mio. t Seegüter an den Terminals geladen oder gelöscht. Das sei ein Rückgang von zwölf Prozent. Betroffen sind dabei beide Hauptumschlagsegmente. Der Stückgutumschlag mit 42,5 Mio. t (-12,2 Prozent) und der Massengutumschlag mit 18,7 Mio. t (-11,7 Prozent). Beide blieben deutlich unter dem guten Vorjahresergebnis, so HHM. Im Segment Containerumschlag wurden in Hamburg im ersten Halbjahr insgesamt 4,1 Mio. TEU über die Kaikanten gehoben. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 12,4 Prozent.

„Uns erfreut die Entwicklung natürlich nicht, aber der pandemiebedingte Umschlagrückgang im ersten Halbjahr hat alle Häfen in Nordeuropa stark getroffen. Er ist aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur und der teilweise eingestellten oder nur sehr verzögert laufenden globalen Lieferketten wie erwartet im zweiten Quartal stärker ausgefallen als in den ersten drei Monaten“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Für die kommenden Monate gehen Axel Mattern und sein Vorstandskollege Ingo Egloff davon aus, dass sich der Hamburger Hafen zunächst noch auf eine Fortsetzung der Blank Sailings und einen eher langsam wieder anziehenden Gesamtumschlag einstellen kann. „In den beiden letzten Monaten wurde mit dem langsamen Anfahren der Wirtschaft in China und in Europa eine Stabilisierung bei den Schiffsabfahrten erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Talsohle der pandemiebedingten Rückgänge im Seegüterumschlag inzwischen erreicht haben und wir in der Wirtschaft eine erste spürbare Erholung und Besserung der Lage zum Jahresende feststellen werden“, erläutert Ingo Egloff.

Doch selbst wenn die Exportwirtschaft Zuwächse vermeldet, wird es nach Einschätzung der Vorstände dauern, bis der Hamburger Hafen ein Vorkrisenniveau erreicht hat. Deshalb gehe man davon aus, dass ein sehr gutes Umschlagergebnis wie im Vorjahr in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen ist.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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