Rostock Port und Hafen Pecém planen Transportkorridor für grüne Energie

Rostock Port und der Hafen Pecém in Brasilien wollen künftig enger zusammenarbeiten (Foto: Rostock Port)
Rostock Port und der brasilianische Hafen Pecém haben eine Absichtserklärung über eine engere Zusammenarbeit unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, gemeinsam einen Transportkorridor zu entwickeln, über den künftig grüne Energie und Produkte aus Brasilien nach Deutschland und Osteuropa importiert werden können. Zudem soll die Kooperation Investitionen im Industrie- und Hafenkomplex Pecém unterstützen.
Die Vereinbarung zwischen Rostock Port und der Entwicklungsgesellschaft des Industrie- und Hafenkomplexes Pecém (CIPP) hat zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. Sie ist als Memorandum of Understanding (MoU) angelegt und bildet die Grundlage für eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Wasserstoff, Logistik und Investitionen.
Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hatte den Hafen Pecém im Oktober 2024 gemeinsam mit Rostock-Port-Geschäftsführer Dr. Gernot Tesch besucht. Anlass war die Reise der damaligen Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig nach Brasilien, bei der Schulte die Wirtschaftsdelegation leitete. „Dass daraus nun eine konkrete Kooperation hervorgegangen ist, zeigt, dass diese Reisen konkrete Chancen für unsere Wirtschaft eröffnen“, betont Schulte.
Der Industrie- und Hafenkomplex Pecém im Bundesstaat Ceará gilt Rostock Port zufolge als einer der wichtigsten Standorte für die künftige Produktion von grünem Wasserstoff in Brasilien. Aufgrund seiner Lage und Infrastruktur könnte er sich zu einer logistischen und industriellen Drehscheibe im Nordosten des Landes entwickeln.