Am 17. Mai stellten die Ørsted-Geschäftsführer Volker Malmen und Malte Hippe die „Wind of Change“ in Emden vor: (v.l.) Malte Hippe, Edouard Louis-Dreyfus (President Louis Dreyfus Armateurs), Doris Kruse (Stv. Bürgermeisterin Emden), Volker Malmen, Heiko Schmelzle (Bürgermeister Norden) und Sebastien Floc'h (Deputy CEO Louis Dreyfus Armateurs); (Quelle: Ørsted/Nicolai Heise)

Ørsted stellt Serviceschiff für Offshore-Windparks in Dienst

Das dänische Energieunternehmen Ørsted hat das Service Operation Vessel (SOV) „Wind of Change“ von der türkischen Werft Cemre übernommen. Der Neubau soll ab diesem Sommer von Emden aus regelmäßig Wartungstechniker zu den Windparks „Borkum Riffgrund 1 und 2“ sowie „Gode Wind 1 und 2“ transportieren. Betrieben wird die „Wind of Change“ von der französischen Reederei Louis Dreyfus Armateurs.

Das Antriebskonzept des 84 m langen Schiffes basiert auf einem dieselelektrischen Hauptmotor mit einem zusätzlichen Batteriepack als Unterstützung. An Bord befinden sich 90 komfortabel ausgestattete Einzelkabinen für Servicetechniker und Crew. Neben 4G-Mobilempfang bieten die Kabinen auch TV-Empfang per Satellit und WLAN auf hoher See. Für den sicheren Überstieg des Wartungspersonals auf die Windkraftanlagen ist auf der „Wind of Change“ eine bewegungskompensierende Gangway installiert. Zudem kommt eine intelligente Dynamic Positioning-Steuerung zum Einsatz. Die weitere Ausrüstung beinhaltet ein Helikopterdeck sowie einen bewegungsstabilisierten Kolibri-Kran mit 30 m Reichweite.

Mit der „Wind of Change“ hat Ørsted erstmals ein Schiff bauen lassen, das speziell für den Wartungsservice von Offshore-Windenergieanlagen ausgelegt ist. Der Neubau soll dabei neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Nachhaltigkeit setzen.

Der Betrieb der Windparks wird weiterhin von Norddeich aus koordiniert, als Basishafen für den Servicebetrieb fungiert Emden. Einmal im Monat wird das Schiff zukünftig dort vor Anker gehen, um Proviant und Materialien zu laden. Die Zentrale für die deutsche Betriebsführung von Ørsted befindet sich in Norden-Norddeich. Hier werden auch Komponenten für die Windparks gelagert. Erst 2018 hatte Ørsted den dortigen Standort weiter ausgebaut.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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