Insgesamt 56 Windenergieanlagen mit je 8 MW Leistung bilden den Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 2“ (Quelle: Ørsted)

Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 2“ offiziell in Betrieb

Der Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 2“ ist offiziell an die deutsche Betriebsführung von Ørsted übergeben worden. Das 450 MW-Projekt in der deutschen Nordsee liefert Strom für umgerechnet etwa 460 000 Haushalte.

Nachdem der Windpark im August 2018 erstmals Strom in das deutsche Netz eingespeist hat, ist nun auch die kommerzielle Inbetriebnahme abgeschlossen. Vom niedersächsischen Norddeich aus werden die 56 Windkraftanlagen in Zusammenarbeit mit Hersteller MHI Vestas gewartet. Ørsted setzt als erster Projektierer in Deutschland auf Turbinen mit einer Leistung von je 8 MW. Zudem kam eine innovative Fundamentform beim Bau zum Einsatz. Zwanzig sogenannte Suction Bucket Jackets wurden nahezu geräuschlos mittels Ansaugverfahren im Boden verankert. So werden Rammgeräusche vermieden und der Einfluss auf die Umwelt deutlich gemindert. Neben einer schnelleren Installation ermöglicht diese Fundamentform auch einen einfacheren Rückbau.

Am Bau des Windparks, rund 54 km vor der deutschen Küste, waren Zulieferer und Dienstleister aus ganz Deutschland und dem europäischen Umland beteiligt. Insgesamt hat das Unternehmen für die Projekte „Borkum Riffgrund 1“, „Gode Wind 1 und 2“ sowie „Borkum Riffgrund 2“ in Deutschland bereits weit über fünf Milliarden Euro investiert. Neben Ørsted ist Global Infrastructure Partners (GIP) zu gleichen Teilen am Projekt „Borkum Riffgrund 2“ beteiligt.

Auch in Zukunft will Ørsted weiter in Deutschland investieren. Bei den ersten beiden Offshore-Auktionen in 2017 und 2018 hatte das Energieunternehmen den Zuschlag für fünf zusätzliche Projekte in der Nordsee erhalten und hat somit die Möglichkeit, insgesamt weitere 1142 Megawatt zu errichten und bis 2025 in Betrieb zu nehmen. Darüber hinaus will Ørsted zukünftig auch Wasserstoff aus Offshore-Wind gewinnen. So können weitere innovative Ansätze, wie die Sektorenkopplung, vorangetrieben werden. Hierzu muss allerdings in Deutschland die Möglichkeit gegeben werden, dass Offshore-Windparkbauer die Verantwortung bekommen, für ihren eigenen Netzanschluss zu sorgen. Dies würde den Stromtransport zudem effizienter und günstiger gestalten, betont Ørsted.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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