Die neue Fähre „Arlau“ auf Testfahrt am Standort Hochdonn (Quelle: WSA NOK)

E-Fähren für den Nord-Ostsee-Kanal

Die ersten neuen Fähren für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) sind Ende Oktober in Hochdonn getauft worden. Die drei Neubauten „Arlau“, „Alster“ und „Stecknitz“ wurden von der Werft Baltic Workboats in Nasva/Estland gemäß den Klasseanforderungen von Lloyd´s Register gefertigt und verfügen über einen Hybridantrieb mit Batterietechnik. Die Investitionskosten für die drei Fähren betragen rund 21 Mio. Euro.

Bei einer Länge von 30 m und einer Breite von 9,60 m weisen die Kanalfähren zwei je 24 m lange Fahrspuren für bis zu acht Pkw auf. Für die Passagiere steht ein 17 m langer, überdachter Fußgängerbereich zur Verfügung. Das ist etwa doppelt so viel Fläche wie bei den alten Fähren. Die Schiffe sind für eine von Tragfähigkeit von 45 t ausgelegt, der maximale Tiefgang wird mit 1,48 m angegeben.

Die Neubauten wurden mit Batterie-Elektroantrieben ausgestattet, die aktuell über einen Dieselgenerator an Bord mit Energie versorgt werden. Die Batterie-Kapazität beträgt 2 x 237 kWh. In Zukunft soll die Stromversorgung auch über einen Landanschluss erfolgen. Der moderne Dieselmotor erfüllt die aktuellen Abgasnormen und wird im Betrieb auf die Ladezyklen abgestimmt. Die maximale Geschwindigkeit der Kanalfähren liegt bei 13 km/h.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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