Die zum Genting Konzern gehörenden MV Werften und die Lloyd Werft in Bremerhaven haben Insolvenzanträge gestellt (Foto: MV Werften)

MV Werften stellen Insolvenzantrag

Die Geschäftsführung der MV Werften hat am Montag, 10. Januar einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Schwerin gestellt. Die Werftengruppe mit rund 1900 Mitarbeitenden an den Standorten Wismar, Rostock und Stralsund ist Teil des börsennotierten Tourismuskonzerns Genting Hongkong.

Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks waren zuvor Gespräche zwischen Genting und Vertretern von Bund und Ländern ergebnislos verlaufen. Hauptgegenstand der Verhandlungen war die weitere Finanzierungsicherung eines 1,5 Mrd. Euro teuren Kreuzfahrtschiffs für den asiatischen Markt, das aktuell bei MV Werften gebaut wird.

Genting war zuvor aufgrund der anhaltenden Pandemie und des damit einhergehenden Einbruchs im Kreuzfahrttourismus selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Handel mit Aktien von Genting an der Börse Hongkong ist seit vergangenem Freitag ausgesetzt.

Bereits am Morgen hatte die ebenfalls zu Genting gehörende Lloyd Werft einen Insolvenzantrag am Amtsgericht Bremerhaven gestellt. Dort sind rund 300 Beschäftigte betroffen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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