Das 78 m-Schiff wurde in China entworfen und gebaut (Foto: ABB)

ABB-Antriebstechnik für Chinas erstes Hybrid-Batterie-Rettungsschiff

Mit der „Shenhai 01“ ist kürzlich das erste in China entworfene und gebaute Rettungsschiff in Dienst gestellt worden. Das 78 m lange Schiff wurde auf der Werft Huangpu Wenchong Shipbuilding gefertigt und an die Shenzhen Maritime Safety Administration (MSA) abgeliefert. Der Neubau, der über ein hybrid-elektrisches Antriebskonzept verfügt, soll künftig für Notfalleinsätze auf See sowie Rettungsaktionen eingesetzt werden.

„Shenhai 01“ kann den Angaben zufolge bis zu drei Stunden lang vollständig mit Batterien betrieben werden. Antriebs- und Automatisierungslösungen des Neubaus stammen in großen Teilen von ABB. Das Schweizer Unternehmen lieferte im Rahmen seiner Bridge-to-Propeller-Technologien u.a. den elektrischen Azipod®-Antrieb, ein Energiespeichersystem und moderne Automatisierungs- und Steuerungslösungen zu. Die Leistung wird durch das integrierte Strom- und Energiemanagementsystem von ABB (PEMS™) gesteuert, das die Energienutzung an Bord optimieren soll. Dazu gehören drei Dieselgeneratorensets und zwei Sätze Lithiumbatterien mit einer Gesamtkapazität von 1680 kWh. Der Schiffsantrieb basiert auf zwei elektrischen Azipod®-Antrieben mit einer Gesamtleistung von 6000 kW.

Der Betrieb von „Shenhai 01“ wird fernüberwacht und ist an das globale Netzwerk der ABB Ability™ Collaborative Operations Center angeschlossen. Die hier durchgeführte Datenanalyse und das Ferndiagnosesystem sollen die Betriebssicherheit des Schiffes erhöhen und die Effizienz optimieren.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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