Expeditionsschiff „Janssonius”

Das Expeditionsschiff „Janssonius” soll Ende 2021 in Dienst gestellt werden (Illustration: Schottel)

Antriebsystem für Expeditionsschiff mit Eisklasse

Bei der kroatischen Werft Brodosplit ist kürzlich ein neues Expeditionsschiff für die niederländische Kreuzfahrtreederei Oceanwide Expeditions auf Kiel gelegt worden. Den Antrieb für das neue Schiff, das unter dem Namen „Janssonius” in Dienst gestellt wird, liefert das Spayer Unternehmen Schottel.

Das Hauptantriebssystem der „Janssonius” umfasst einen Schottel Controllable Pitch Propeller vom Typ SCP 109 4-XG (4260 kW) mit 3,6 m Propellerdurchmesser. Der SCP wird gemäß Polarklasse 6 eisverstärkt. Außerdem liefert der Antriebshersteller eine Querstrahlanlage Typ STT 1 CP (440 kW) für den Bug und eine Querstrahlanlage Typ STT 2 CP (500 kW) für das Heck.

Die Propulsionseinheiten werden von zwei Dieselmotoren angetrieben, welche 4260 kW bereitstellen und eine Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 15 kn ermöglichen. Durch ein Twin-in-Single-out-Getriebe sollen die Hauptantriebe Propellerdrehzahlen von bis zu 160 Umdrehungen pro Minute erreichen können.

Die 107,6 m lange und 17,6 m breite „Janssonius” ist ein Schwesterschiff der 2019 in Dienst gestellten „Hondius“. Die beiden Schiffe zählen zu den ersten weltweit, die nach den Vorgaben der neuen Klasse LR PC6 der Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register gebaut wurden. Damit können beide Schiffe in der Arktis und Antarktis eingesetzt werden.

Die „Janssonius”, die Platz für 196 Passagiere in 85 Kabinen bietet, soll Ende 2021 in Betrieb genommen werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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