Die „Costa Smeralda“ hat den LNG-Antriebstest im Rahmen der See-Erprobung erfolgreich bestanden (Quelle: Costa)

„Costa Smeralda“ steht kurz vor der Übergabe

Das neue Flaggschiff der Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, die „Costa Smeralda“, hat die seegestützten technischen Tests mit verflüssigtem Erdgas (LNG) erfolgreich absolviert. Bei dem Neubau handelt es sich nach der Ende 2018 in Dienst gestellten „AIDAnova“ um das zweite Schiff der sogenannten Helios-Klasse, die der US-amerikanische Kreuzfahrt-Mutterkonzern Carnival mit derzeit neun Einheiten bei der Werftengruppe Meyer bestellt hat. Die Schiffe sind mit Dual Fuel-Motoren ausgerüstet und sollen nahezu vollständig mit LNG betrieben werden.

Während der Seetests führte die Crew an Bord der „Costa Smeralda“ eine Reihe von Tests durch, um das korrekte Funktionieren von Systemen, Ausrüstungen und Motoren mit laufender LNG-Technik zu überprüfen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Seeversuche ist das Schiff nun zur Meyer-Werft in Turku, Finnland, zurückgekehrt, wo der Innenausbau abgeschlossen wird. Neben der umweltfreundlichen Antriebstechnik setzt Costa auf weitere technische Innovationen, um die Umweltauswirkungen des Schiffes zu reduzieren. So soll der tägliche Wasserbedarf durch eine direkte Umwandlung von Meerwasser gedeckt und der Energieverbrauch, z.B. durch den Einsatz von LED-Leuchten und Abwärmerückgewinnung, minimiert werden. An Bord werden darüber hinaus gezielt Maßnahmen zur Reduzierung von Einweg-Kunststoffen umgesetzt.

Das Schiff soll am 21. Dezember 2019 vom italienischen Savona aus zu seiner ersten Kreuzfahrt aufbrechen. Zunächst stehen Fahrten im westlichen Mittelmeer auf dem Programm.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Anzeige
Artikel Redaktion Schiff&Hafen