Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet (Quelle: PIZ Marine)

Deutsche Marine stellt „Nordrhein-Westfalen“ in Dienst

Die Deutsche Marine hat mit der „Nordrhein-Westfalen“ die zweite von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125 in Dienst gestellt. Das Schiff wird zum 4. Fregattengeschwader, einem der Verbände der Einsatzflottille 2, gehören und im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet sein. Die 149 m lange und 18 m breite Fregatte wurde von der ARGE F125 (Thyssenkrupp Marine Systems und Lürssen) gebaut und war bereits Anfang März 2020 an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben worden.

Neben der im Juni vergangenen Jahres in Dienst gestellten ersten Einheit der Serie „Baden-Württemberg“ wird auch die „Nordrhein-Westfalen“ mit einem Mehrbesatzungskonzept betrieben. Die hochmoderne und robuste Technik ermöglicht die Intensivnutzung mit bis zu zwei Jahren Stehzeit im Einsatzgebiet ohne planmäßigen Werftaufenthalt. Durch einen hohen Automatisierungsgrad konnte die notwendige Besatzungsstärke im Vergleich zu vorherigen Fregattenklassen auf rund 120 Personen drastisch reduziert werden.

Die Einheiten der Klasse F125 sind mit Seezielflugkörpern RGM-84 Harpoon ausgerüstet, die eine Reichweite von mehr als 220 km haben. Mit den vier sogenannten Buster-Booten und den Bordhubschraubern verfügt jede Fregatte neben einer erweiterten Aufklärungs- und Waffenreichweite über umfassende Verbringungsmittel, um eigene Spezial- bzw. spezialisierte Kräfte zur Rettung und Evakuierung, zur bewaffneten Rückführung sowie zu Operationen gegen gegnerische Kräfte einsetzen zu können. Mit den eingeschifften Marinehubschraubern sind sie zudem in der Lage, in einen modernen U-Boot-Jagd-Verbund eingebunden zu werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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