Drei Jahre unter Genting-Flagge: MV Werften zieht Bilanz

MV Werften Pressekonferenz: Axel Rothe (Direktor Materialwirtschaft), Stefan Sprunk (Head of Marketing & Communications), Peter Fetten (CEO), Carsten J. Haake (CFO), Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit) und Björn Cleven (Direktor Personal)

Seit dem 2. März 2016 agieren die drei Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund als Teil der Genting-Gruppe. Anlässlich des dreijährigen Jubiläums resümierte die Geschäftsführung von MV Werften auf einer Pressekonferenz in Rostock die vergangenen Jahre und informierte über die aktuellen Schiffbauprojekte, die Personalaufstockung, das Investitionsprogramm und die Zukunftspläne der Werftengruppe.

In den letzten 36 Monaten wurde in beeindruckender Geschwindigkeit Personal aufgebaut und in Anlagen investiert. Es wurden Schiffe gebaut – und vier bereits abgeliefert“, fasste CEO Peter Fetten zusammen. Möglich sei diese einmalige Erfolgsgeschichte durch die Übernahme durch Genting Hong Kong im Frühjahr 2016. Der Konzern betreibt seit Jahrzehnten Reedereien und verfügt über fundiertes Know-how auf dem Kreuzfahrtmarkt.
„Die Übernahme unserer Werften ist Teil einer starken Strategie unseres Gesellschafters, der seine Schiffe nun auf seinen eigenen Werften bauen lässt“, erklärte CFO Carsten J. Haake. „Er erkannte die Notwendigkeit, die Infrastruktur zu erneuern und hat seine Investitionsbereitschaft eindrucksvoll bewiesen.“
Auch im Personalbereich stockte die Werftengruppe erheblich auf: Von 2016 bis 2019 verdoppelte sich die Belegschaft an den Standorten von 1400 auf über 2800 Mitarbeiter. Mittelfristig sollen über 3000 Menschen auf den drei Werften arbeiten, hinzu kommt eine vergleichbar hohe Zahl an Mitarbeitern von Partnerfirmen.
Ein umfangreiches Investitionsprogramm von über 250 Mio. Euro wurde und wird umgesetzt. So wird in Wismar derzeit die Kaikante für die Ausrüstung der 342 m langen Schiffe der Global Class verstärkt und saniert, in Stralsund wurde umfangreich in neue Anlagen investiert. In Rostock ist im neu gebauten Schiffbauhallenkomplex seit drei Monaten eine moderne Laserschweißanlage in Betrieb.
Doch es wird nicht nur in Anlagen auf den Werften investiert, sondern auch in eine eigene Kabinenfertigung – die Schwestergesellschaft MV Werften Fertigmodule GmbH mit über 100 Mitarbeitern – und in ein eigenes Hotel am Alten Holzhafen in Wismar.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Anzeige
Artikel Redaktion Schiff&Hafen