„Annika Braren“

Um Brennstoff und damit Emissionen zu sparen, wird die „Annika Braren“ mit einem Flettner-Rotor ausgestattet (Quelle: Reederei Rörd Braren)

Frachter mit Flettner-Rotor für Reederei Rörd Braren

Die Reederei Rörd Braren will im März dieses Jahres einen neuen Mehrzweckfrachter unter dem Namen „Annika Braren" in Dienst stellen. Bauwerft ist Royal Bodewes mit Sitz im holländischen Hoogezand.

Der 86 m lange, 15 m breite und 6,35 m tiefgehende Neubau mit der finnischen Eisklasse 1A verfügt über eine Tragfähigkeit von 5035 tdw.

Um den Brennstoffverbrauch sowie die Emissionen zu reduzieren, erhält das Schiff einen Rotor der Eco Flettner GmbH aus Leer. Dieser nutzt den sogenannten Magnus Effekt aus und wirkt wie ein Segel. Es ist geplant, den Rotor im Sommer nachträglich auf einer deutschen Werft zu installieren.

Die „Annika Braren“ wird außerdem über weiteres Equipment zum Schutz der Umwelt verfügen. So erhält sie unter anderem eine Ballastwasserbehandlungsanlage sowie eine wassergeschmierte Propellerwelle, die bei Beschädigungen der Wellenabdichtung Ölverschmutzungen vermeidet. Der Caterpillar/MaK-Hauptmotor mit einer Leistung von 1850 kW wird nur mit Gasöl betrieben und ist zudem mit einem nachgeschalteten Abgaskatalysator zur Reduzierung von Stickoxiden ausgestattet. Damit kann der NOx-Ausstoß um bis 90 Prozent reduziert werden. Die Geschwindigkeit des Frachters wird 12,5 kn betragen. Der Reederei zufolge verfügt das Schiff ferner über einen grünen Pass im Klassezeichen und wird in den Häfen somit die niedrigsten Hafenabgaben zahlen.

Nach Angaben der Reederei soll die „Annika Braren" nach der Fertigstellung von den Niederlanden nach Deutschland umgeflaggt und unter deutscher Flagge als Ausbildungsschiff für den hiesigen seemännischen Nachwuchs sorgen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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