Die 149 m lange und 18,80 m breite Fregatte wurde von der ARGE F 125 gebaut, zu der ThyssenKrupp Marine Systems und die Fr. Lürssen-Werft gehören (Quelle: Deutsche Marine)

Fregatte „Baden-Württemberg“ in Dienst gestellt

Am 17. Juni hat die Deutsche Marine die erste von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125, die „Baden-Württemberg“, in Dienst gestellt. Bei dem in Wilhelmshaven beheimateten Typschiff der Baden-Württemberg-Klasse handelt es sich um das modernste Schiff der fahrenden Flotte.
So ist es die erste Fregatte, die mit einem Mehrbesatzungskonzept betrieben wird, statt eine feste Besatzung an Bord zu haben. Die hochmoderne und dennoch robuste Technik macht die Intensivnutzung mit bis zu zwei Jahren Stehzeit im Einsatzgebiet ohne planmäßigen Werftaufenthalt möglich. Dank des hohen Automatisierungsgrads können die Schiffe zudem mit einer Besatzungsstärke von nur 120 Personen zur See fahren. Die älteren Fregatten der Deutschen Marine benötigen noch fast doppelt so viel Besatzung.
Mit den Fregatten der Klasse 125 gewinnt die Marine die Fähigkeiten zur weitreichenden taktischen Feuerunterstützung von Heereskräften an Land sowie zur Abwehr asymmetrischer Bedrohungen. Mit den vier sogenannten Buster-Booten und den Bordhubschraubern verfügt jede Fregatte neben einer erweiterten Aufklärungs- und Waffenreichweite über umfassende Verbringungsmittel, um eigene Spezial- bzw. spezialisierte Kräfte zur Rettung und Evakuierung, zur bewaffneten Rückführung sowie zu Operationen gegen gegnerische Kräfte einsetzen zu können. Mit den eingeschifften Marinehubschraubern sind sie zudem in der Lage, in einen modernen U-Jagd-Verbund eingebunden zu werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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