Der 53 m3-LNG-Tank wurde in nur zwei Wochen auf der Sektion 310 des neuen Achterschiffs verbaut (Foto: Reederei AG „EMS“)

Gastank im Achterschiff der „Münsterland“ installiert

Die Umrüstung des Fährschiffs „Münsterland“ auf einen umweltfreundlichen LNG-Antrieb schreitet voran: Auf der Koninklijke Niestern Sander Werft in Delfzijl ist in den vergangenen Wochen der Spezial-Gastank von Wärtsilä im neuen Achterschiff der RoRo-Fähre der Reederei AG „EMS“ installiert worden.

Der Flüssiggastank vom Typ C entspricht dem, der bereits auf Fähre „Ostfriesland“ im Einsatz ist. Die Behälter, der aus einem inneren und einem äußeren Tank besteht, weist jedoch eine um 8 m3 auf insgesamt 53 m3 erhöhte LNG-Ladekapazität auf. Das größere Volumen wird durch einen vergrößerten Innendurchmesser des inneren Tanks und eine verbesserte Isolation und dadurch geringere Schichtbreite ermöglicht. Die Gasventileinheiten konnten im Tankaufstellraum untergebracht werden, so dass dieser Platz im Maschinenraum frei geworden ist.

Durch die Corona-Pandemie liegt das aktuelle Umbauprojekt etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Zum Teil verzögerten sich Lieferungen wichtiger Bauteile, so dass der gesamte Bauablauf betroffen ist. Eigentlich hätte die „Münsterland“ bereits Anfang September in die Werft überführt werden sollen, um dort den Schnitt zur Trennung von Vorschiff und Achterschiff durchzuführen. Die Reederei geht aktuell von einigen Wochen Verzögerung aus.

Während die „Münsterland“ nun für den Werftaufenthalt vorbereitet wird, versieht die Borkumfähre „Westfalen“ den Fährverkehr von Eemshaven nach Borkum.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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