Meyer Turku baut Arbeitsplätze ab

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat die Meyer Turku Oy in Finnland die Entlassung von 450 Personen angekündigt. Zusätzlich werden 900 Mitarbeiter der Werft von weiteren Maßnahmen wie z.B. befristeten Entlassungen oder Arbeitszeitanpassungen betroffen sein.

„Die Corona-Pandemie hat die Situation unerwartet und vollständig verändert“, erklärt Jan Meyer, CEO von Meyer Turku. „Die durch Corona verursachten Einbrüche in der Kreuzfahrtbranche erfordern ein Strecken der Auftragsbestände. Wir besprechen derzeit die Einzelheiten mit unseren Kunden. Diese neue Situation wird uns zu schmerzhaften Anpassungsmaßnahmen zwingen, um eine nachhaltige Zukunft für den Kreuzfahrtschiffbau in Finnland und das Netzwerk zu sichern", so Jan Meyer weiter.

Aufgrund der veränderten Lage stoppt die Werft das bislang vorangetriebene Hochfahren der Produktion auf zwei statt einem großen Kreuzfahrtschiff pro Jahr. Stattdessen soll künftig weiterhin ein Neubau im Jahr abgeliefert werden. Über die genauen Änderungen der Bau- und Lieferzeiten der sieben Schiffe im Auftragsbuch von Meyer Turku (das ursprünglich bis 2025 reichte) wird aktuell noch mit den Reedereien verhandelt.

Darüber hinaus veröffentlichte Meyer Turku die Bilanz für 2019. Für das vergangene Geschäftsjahr hat die Werft ein Minus von knapp 110 Mio. Euro eingefahren. Maßgeblicher Grund dafür war die verspätete Ablieferung der „Costa Smeralda“. Meyer Turku gibt an, dass Schwierigkeiten bei der Aufstockung der Werftkapazitäten sowie die Komplexität und Größe des Kreuzfahrtschiffes zu den Verzögerungen geführt haben.

Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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