Für die Monate Mai und Juni wird die Wochen-Arbeitszeit der Werftmitarbeiter auf 30 Stunden verringert (Quelle: Meyer Werft)

Meyer Werft kündigt Kurzarbeit an

Als Reaktion auf die weltweite Corona-Krise und die damit einhergehenden Einbrüche im Kreuzfahrtsektor hat die Meyer Werft einschneidende Maßnahmen angekündigt. „Wir müssen in allen Bereichen über Kurzarbeit, aber auch über den Abbau von Arbeitsplätzen nachdenken“, erklärt Bernard Meyer, Geschäftsführer der Papenburger Meyer Werft in einer Videobotschaft auf der Homepage des Unternehmens. Noch seien die Auftragsbücher für die drei Werftstandorte in Papenburg, Turku und Rostock-Warnemünde gut gefüllt, jedoch würden Kreuzfahrtreedereien in der aktuellen Situation keine neuen Schiffe benötigen. Gemeinsam solle deshalb nach einer Lösung gesucht werden, so Bernard Meyer weiter.

Die Meyer Gruppe will den Bau der Schiffe nun über einen längeren Zeitraum strecken und ggf. weniger Neubauten pro Jahr abliefern. Zunächst werden die Werftmitarbeiter ab Mai für zwei Monate in Kurzarbeit gehen und ihre Arbeitszeit auf wöchentlich 30 Stunden verringern. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes wurden bereits ein Schichtsystem mit verkürzten Arbeitszeiten sowie eine Zoneneinteilung auf der Werft eingeführt. Auf diese Weise sollen die Arbeiten entzerrt und die Arbeitnehmer vor Ansteckung geschützt werden.

Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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