Die „Atair“ soll in den kommenden Wochen in Betrieb genommen werden (Quelle: Schottel)

Schottel-Antriebe für das modernste Forschungsschiff Deutschlands

Das Forschungsschiff „Atair“, das aktuell bei dem niedersächsischen Unternehmen Fassmer in Berne fertiggestellt wird, wird mit Antriebssystemen von Schottel ausgestattet sein. Das teilte das in Spay ansässige Unternehmen jetzt mit.

Das vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bestellte Schiff entspricht höchsten Umweltanforderungen und gilt als das weltweit erste seegängige Behördenschiff mit LNG-Antrieb.

Die „Atair“ misst 75 m Länge und rund 17 m Breite und ist damit das größte Forschungsschiff der BSH-Flotte. Das neue Forschungsschiff, dessen Heimathafen Hamburg sein wird, löst die 1987 in Dienst gestellte „Atair“ ab. Das Antriebssystem der „Atair“ umfasst einen Schottel Pump Jet Typ SPJ 220 (1000 kW), einen Schottel Transverse Thruster Typ STT 1 FP (330 kW) im Bug und einen Schottel Transverse Thruster Typ STT 170 FP (200 kW) im Heck. Damit erreiche das Forschungsschiff maximale Manövrierfähigkeit, so Schottel. Der Pump Jet kann außerdem als Take-Home-Device verwendet werden. Die Unterwassergeräusche des Schiffs sind entsprechend der DNV GL SILENT Class Notation (SILENT R) optimiert. Auch die Schottel-Antriebe zeichnen sich Unternehmensangaben zufolge durch besonders geringe Geräuschemissionen aus. An Bord befindet sich ein 130 m³ großer Tank, mit dem das Schiff in der Lage ist, zehn Tage ausschließlich im LNG-Betrieb zu fahren. Für den ebenfalls möglichen Dieselbetrieb (Dual Fuel) wird hochwertiges Gasöl mit einem Schwefelgehalt unter 0,1 Prozent verwendet.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Anzeige
Artikel Redaktion Schiff&Hafen