Color Line lässt die "Color Hybrid" mit Siemens-Batteriesystemen aus Trondheim ausrüsten

Siemens startet Batterieproduktion in Norwegen

Siemens hat im norwegischen Trondheim eine robotergestützte Batteriemodulfabrik eröffnet. Zukünftig sollen hier Batteriemodule für den Marine- und Offshoremarkt montiert werden.

Die Fabrik umfasst eine robotisierte und digitalisierte Produktionslinie mit acht Roboterstationen mit einer Kapazität von bis zu 300 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. Vom Auspacken der eingehenden Produktionsteile bis zur Prüfung des fertigen Batteriemoduls läuft die Montage komplett automatisiert ab. Eine Batterie besteht hierbei aus neun Batteriemodulen, wobei sich jedes Modul aus 28 Batteriezellen zusammensetzt.
Aufgrund Norwegens Vorreiterrolle in der Elektrifizierung des Schiffsverkehrs sowie Trondheims Technologie- und Produktionsumfeld für elektrische Lösungen in Schiffen und Offshore-Anwendungen fiel die Wahl des Standorts auf Trondheim. Siemens betreibt in Trondheim bereits ein Kompetenzzentrum für Elektro- und Hybridlösungen. Die Nähe zu ambitionierten Kunden im norwegischen maritimen Umfeld sowie die Offensive der Politik für emissionsarme Lösungen haben Siemens ebenfalls bestärkt.
Bislang werden Batterien hauptsächlich in Antrieben von Elektrofähren eingesetzt, aber auch Fischerboote, Arbeitsschiffe für die Aquakultur und Offshore-Anlagen bieten ein großes Potenzial.
Als eines der ersten Schiffe wird das neue Color Line-Flaggschiff mit Siemens-Batteriesystemen aus Trondheim ausgerüstet. Die "Color Hybrid", die sich derzeit bei der norwegischen Ulstein-Werft in Bau befindet, soll im Sommer 2019 im Verkehr zwischen Norwegen und Schweden in Dienst gestellt werden. Die Batterien, die an Bord installiert werden sollen, werden ein Gesamtgewicht von ca. 70 t aufweisen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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