Auf der 167 m langen RoPax-Fähre könnten kurzfristig Kapazitäten für bis zu 520 Covid-19-Patienten geschaffen werden (Quelle: Stena RoRo)

„Stena Saga“ soll Krankenhausschiff werden

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie hat die Reederei Stena RoRo ihre Pläne vorgestellt, die Fahrzeug- und Passagierfähre „Stena Saga“ in ein Krankenhausschiff mit Platz für 520 Patienten umzubauen. Der Umbau des Schiffs könne Unternehmensangaben zufolge innerhalb weniger Wochen erfolgen. Um den Bedarf abzuklären, wurde bereits Kontakt zu Behörden in Schweden, Norwegen, Dänemark und Deutschland aufgenommen.

Die Fähre war bislang auf der Route Oslo - Fredrikshamn betrieben worden, die von Stena aufgrund der aktuellen Corona-Krise und daraus resultierenden Reisebeschränkungen dauerhaft eingestellt wurde. Nun prüft die Reederei alternative Nutzungsmöglichkeiten.

Stena RoRo verfügt bereits über Erfahrung im Bau von Krankenhausschiffen. „Auf einer Werft in China bauen wir derzeit im Auftrag der internationalen Wohltätigkeitsorganisation Mercy Ships das größte zivile Krankenhausschiff der Welt, die ,Global Mercy‘", erklärt Per Westling, CEO von Stena RoRo. „Unser Projektleiter für die ,Global Mercy‘ ist wieder in Schweden und wird eine mögliche Umrüstung der ,Stena Saga‘ leiten."

Die 1981 gebaute 167 m lange RoPax-Fähre „Stena Saga“ verfügt aktuell über 590 Passagierkabinen. Nach dem Umbau könnten Betten für 520 Patienten zur Verfügung stehen. Dafür müssen u.a. Belüftungssysteme angepasst und Alarm- und Kommunikationssysteme installiert werden. Die umgebaute Fähre soll nicht für die Intensivpflege von Covid-19-Patienten ausgerüstet werden, sondern Kapazitäten für die Versorgung von weniger schwer erkrankten Corona-Patienten zur Verfügung stellen.

Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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