Die Tamandaré-Korvetten basieren auf dem bewährten MEKO-Konzept. Im Bild: die MEKO-Fregatte „Baden-Württemberg“ (Foto: Wikipedia)

TKMS erhält Zuschlag für brasilianische Korvetten

Das Konsortium Águas Azuis, bestehend aus ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), Embraer Defense & Security und Atech ist von der brasilianischen Marine für den Bau von vier Verteidigungsschiffen der Korvetten-Klasse Tamandaré (CCT) als bevorzugter Bieter ausgewählt worden.

Unter der Führung von TKMS soll ein Joint-Venture für die Ausführungsphase des Programms gebildet werden.

Die Neubauten basieren auf dem bewährten Konzept der MEKO-Klasse. Der auf Modulen basierende Entwurf vereinfacht die lokale Integration von Systemen und den Technologietransfer, und trägt zur Senkung der Anschaffungs-, Wartungs- und Modernisierungskosten bei.

Die vier Korvetten sollen auf der brasilianischen Werft Aliança-Oceana in Itajaí gebaut werden. Das zur Embraer Group gehörende Unternehmen Atech wird das CMS (Combat Management System) und IPMS (Integrated Platform Management System) für die Tamandaré-Korvetten zuliefern. Ebenfalls beteiligt sind die Unternehmen Atlas Elektronik und L3 MAPPS. Embraer Defense & Security ist für die Integration der Sensoren und Waffen in das Einsatzsystem verantwortlich.

Die Indienststellung der vier Korvetten ist für den Zeitraum 2024‑2028 vorgehsehen. Die Hauptaufgaben der neuen Geleitschiffe liegen in der Abwehr möglicher Bedrohungen, dem Schutz des Seeverkehrs und der Überwachung der brasilianischen Hoheitsgewässer. Die Neubauten sollen darüber hinaus bei Friedensmissionen und humanitären Einsätzen zum Einsatz kommen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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