Auf der Oceana-Werft sollen die vier Fregatten der Tamandaré-Klasse für die brasilianische Marine gebaut werden (Quelle: TKMS)

TKMS übernimmt Oceana-Werft in Brasilien

ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) hat mit der zur CBO Gruppe gehörenden Aliança S.A. einen Vertrag zum Erwerb der Werft Oceana in Brasilien unterzeichnet. Die Übernahme erfolgt über die brasilianische Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Marine Systems do Brasil und ist Teil der internationalen Strategie von Marine Systems.

Die Werft ist TKMS zufolge vorrangig für den Bau von vier Fregatten der Tamandaré-Klasse für die brasilianische Marine vorgesehen. Voraussetzung für die Transaktion ist die Zustimmung der brasilianischen Kartellbehörden sowie das offizielle Inkrafttreten des Fregattenvertrags – voraussichtlich Mitte dieses Jahres. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Dr. Rolf Wirtz, CEO von TKMS: „Wir gehen auch in herausfordernden Zeiten wie diesen zielstrebig unseren Weg. Unser erfolgreiches Exportgeschäft ermöglicht es uns, unsere technologischen Fähigkeiten auch in Deutschland zu erhalten, weiterzuentwickeln und als Unternehmen zu wachsen. Davon profitieren alle unsere Kunden. Mit Oceana verfügen wir über eine hervorragende Infrastruktur, die modernste Fregatte der brasilianischen Marine zu bauen. Die Werft bietet uns zudem Perspektiven zur Übernahme von Folgeaufträgen. Nicht nur vor Ort, sondern auch in weiteren Ländern Südamerikas.“

Die Werft Oceana ist laut TKMS ideal für die Umsetzung von Großprojekten geeignet und wurde 2013 zur Herstellung von Offshore Support Vessels (OSV) errichtet. In den nächsten zwei Jahren sollen vor Ort bis zu 800 Mitarbeitende allein für das Tamandaré-Projekt eingestellt werden. Somit können die Schiffe mit einer sehr hohen inländischen Wertschöpfung in Brasilien gebaut werden. Die Fertigstellung der vier Fregatten wird von Águas Azuis, einem Gemeinschaftsunternehmen von TKMS (Führung), Embraer Defense & Security sowie Atech verantwortet. Die Auslieferung der Schiffe ist zwischen 2025 und 2028 geplant.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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