„Nordrhein-Westfalen“

Die „Nordrhein-Westfalen“ wurde von der ARGE F125, der Thyssenkrupp Marine Systems und die Lürssen Werft angehören, entwickelt und gebaut (Quelle: Thyssenkrupp Marine Systems)

Übergabe der F125-Fregatte „Nordrhein-Westfalen“

In Bremerhaven ist heute die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ von der ARGE F125 an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben worden.

Die 149 m lange und 18 m breite „Nordrhein-Westfalen“ ist das zweite von vier Schiffen der Klasse F125, die unter der Federführung von Thyssenkrupp Marine Systems für die Deutsche Marine gebaut werden. Das Typschiff der Fregattenklasse F125, die „Baden-Württemberg“, wurde Ende April 2019 übergeben und im Juni 2019 in Dienst gestellt. Es ist geplant, das dritte Schiff noch in diesem Jahr und das vierte Schiff im Jahr 2021 zu übergeben.

Rolf Wirtz, CEO von Thyssenkrupp Marine Systems: „Die F125 ist die modernste Fregatte Deutschlands und eine der modernsten Fregatten der Welt. Wir setzen hier erstmals das Konzept der Intensivnutzung um. Das ist weltweit einzigartig. Wir sind stolz darauf, mit den Schiffen einen erheblichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit unserer Marine und der Verteidigung unseres Landes zu leisten.“

Durch die Umsetzung des Konzeptes der Intensivnutzung sollen die 26 kn schnellen Schiffe bis zu zwei Jahre in ihrem Einsatzgebiet verbleiben. Auf diese Weise werde die Anzahl der sonst sehr langen Transitfahrten erheblich reduziert. Laut Thysenkrupp Marine Systems weisen die von Grund auf neu konzipierten Schiffe mit ihren hochkomplexen Systemen und rund 28 000 Messstellen einen sehr hohen Automatisierungsgrad auf. Dadurch konnte die Besatzungsstärke im Vergleich zu vorherigen Fregattenklassen etwa halbiert werden. So beläuft sich die Stammbesatzung der „Nordrhein-Westfalen“ auf 126 Personen. Maximal kann das Schiff rund 190 Besatzungsmitglieder aufnehmen.

Die Schiffe sind neben den traditionellen Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung insbesondere für die Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie für Eingreif- und Stabilisierungsoperationen im internationalen Rahmen konzipiert. Neben der Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen an Land und auf dem Wasser, verfügen sie zudem über Flugabwehrsysteme und speziell für die U-Boot-Jagd ausgerüstete Hubschrauber.

Die ARGE F125 setzt sich aus Thyssenkrupp Marine Systems als dem federführenden Unternehmen und der Bremer Fr. Lürssen Werft zusammen. Die Fertigung der Vorschiffe mit entsprechender Vorausrüstung erfolgte auf den Werftstandorten der Lürssen-Gruppe in Bremen und Wolgast. Die Fertigung der Hinterschiffe, der Zusammenbau der Schiffshälften, die weitere Endausrüstung, sowie die Inbetriebnahmen und Erprobungen erfolgten unter Leitung von Thyssenkrupp Marine Systems auf der Hamburger Werft Blohm+Voss.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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