Fahrt der «Norwegian Pearl» ohne Probleme

Das Kreuzfahrtschiff «Norwegian Pearl» ist am Dienstagabend in seinem Zielhafen im niederländischen Eemshaven angekommen. Dies bestätigte ein Sprecher der Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg. Das 294 Meter lange und 32 Meter breite Schiff hatte am Mittag das Ems-Sperrwerk in der Nähe von Gandersum passiert und damit freie Fahrt. Von Emshaven aus sollen mindestens zwei Probefahrten starten.

«Alles hat wunderbar geklappt», sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Der zweite Versuch sei eine «Bilderbuchüberführung» gewesen. Seit Montagmittag waren die Tore des Ems-Sperrwerks geschlossen, um die Ems zwischen Papenburg und Gandersum erneut aufzustauen. So hatte die «Norwegian Pearl» genug Wasser unter dem Kiel. Am späten Montagabend hatte das Schiff problemlos zwei Hochspannungsleitungen nördlich von Papenburg passiert, die der Energieversorger E.ON über zwei Stunden lang abgeschaltet hatte.

Schon am Samstagabend war der Strom an dieser Stelle abgeschaltet worden, was nach Angaben von E.ON möglicherweise die Stromausfälle in Westeuropa mitverursacht hat. Die Überführung des Luxuskreuzers wurde daraufhin kurz nach dem Start abgebrochen. Die Durchfahrt unter einer Hochspannungsleitung wurde als Risiko eingeschätzt.

Die «Norwegian Pearl» ist mit der üppigen Außenbemalung in Form einer Perlenschnur das neueste Prunkschiff der Papenburger Meyer Werft. Am 28. November soll der rund 400 Millionen Euro teure Kreuzliner an die in Miami ansässige Reederei Norwegian Cruise Line ausgeliefert werden. Nach der Schiffstaufe am 30. November in Southampton beginnt am 2. Dezember die Jungfernfahrt des Luxuskreuzers von Dover nach Miami. Bis Ende 2007 sind von Miami aus zahlreiche Kreuzfahrten in die Karibik und nach Alaska geplant. Die «Norwegian Pearl» bietet in ihren 1197 Kabinen Platz für 2400 Passagiere. Zu den Highlights an Bord gehören ein Theater mit 1043 Sitzplätzen und eine Bowlingbahn.

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