Die Verordnung soll den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland fördern und für mehr Versorgungssicherheit und Wettbewerb sorgen (Foto: Fotolia.com/donvictori)

Bund fördert Aufbau von LNG-Infrastruktur

Das Bundeskabinett hat kürzlich die vom BMWi vorgelegte Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland beschlossen. Die Verordnung verbessert die regulatorischen Rahmenbedingungen für verflüssigtes Erdgas und stellt LNG-Importterminals mit den Anlandungspunkten von Pipelinegas gleich.

Für die Versorgungssicherheit mit Gas ist es für Deutschland wichtig, möglichst viele Versorgungswege und Versorgungsquellen nutzen zu können“, betont Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier. „LNG, das im Ausland gewonnen und per Schiff zu uns transportiert wird, kann dazu beitragen. Mit unserer Verordnung beseitigen wir deshalb Investitionshemmnisse für den privatwirtschaftlichen Aufbau von LNG-Importterminals und stärken den Wettbewerb zwischen verschiedenen Gasimporten. Wir ermöglichen damit die Anlandung von LNG auf deutschem Bundesgebiet. Nun ist es an den privatwirtschaftlichen Investoren, ihre Pläne zum Bau von LNG-Terminals voranzubringen“, so Bundesminister Altmaier weiter.
Bislang war der Anschluss der LNG-Anlagen an das Fernleitungsnetz ein Hemmnis für den Aufbau von LNG-Importterminals. Denn die hohen Kosten für die zum Teil sehr lange Leitungen konnten LNG-Projekte unwirtschaftlich machen. Die Verordnung soll dieses Hemmnis beseitigen. Künftig müssen die Fernleitungsnetzbetreiber die Leitungen zwischen LNG-Anlagen und dem Fernleitungsnetz errichten und den Großteil der Kosten dafür tragen. Bislang obliegt das den LNG-Anlagenbetreibern. Eine intelligente Synchronisierung des Baus der LNG-Anlage mit der Errichtung der Netzanbindung und eine finanzielle Kostenbeteiligung des Anlagenbetreibers in Höhe von zehn Prozent sollen sicherstellen, dass nur Anbindungsleitungen gebaut werden, die tatsächlich benötigt werden. Die Fernleitungsnetzbetreiber können ihre Kosten in die Gasnetzentgelte einbringen und auf die Netznutzer umlegen. Spürbare Auswirkungen auf das allgemeine Preisniveau und insbesondere das Verbraucherpreisniveau sind laut BMWi nicht zu erwarten.

Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates und ist hier abrufbar.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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