Defekte Treibstoffzufuhr Ursache für "Kursk"-Katastrophe

Ein Leck in der Zufuhr von Torpedotreibstoff war die Ursache für die massive Explosion, die den Bug des getauchten russischen Atom-U-Boot "Kursk" zerfetzte und das Boot mit seinen 118 Besatzungsmitgliedern zum Sinken brachte. Das ist das Fazit des Abschlussberichts zur Untersuchung der Ursache des Unglücks am 20. August 2000 in der Barents See. Der Bericht wurde am 1. Juli 2002 in Moskau von der Untersuchungskommission unter Vorsitz des russischen Ministers für Wissenschaft und Technik, Ilya Klebanov vorgelegt. Der Ergebnisbericht basiert auf einer gründlichen Untersuchung der erst im Mai vom Grund der Barents See gehobenen Teile des zerstörten Bugs des ehemals modernsten U-Bootes der russischen Nordflotte. Klebanov: "Eine thermale Explosion von Bestandteilen des Torpedos vom Typ 298A PV war ursächlich für das Desaster. Es passierte, nachdem Wasserstoff-Peroxid ausgetreten war und sich im Torpedorohr entzündete." In einer zweiten Explosion seien dann die in der ersten Abteilung des U-Boots gelagerten Sprengkörper hochgegangen und hätten das U-Boot zerstört, sagte Klebanov.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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