Das Bunkerschiff „Kairos“ und der Laderaumsaugbagger „Scheldt River“ im Hafen von Brunsbüttel (Quelle: Nauticor und Brunsbüttel Ports GmbH)

Erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung

Im Brunsbütteler Elbehafen hat das Hamburger Unternehmen Nauticor die erste LNG Ship-to-Ship Bebunkerung Deutschlands durchgeführt. Der Laderaumsaugbagger „Scheldt River“ hat dabei insgesamt 300 m3 des emissionsarmen Brennstoffs LNG von dem Bunkerschiff „Kairos“ übernommen.
Die zur DEME Gruppe gehörende „Scheldt River“ führt derzeit Arbeiten auf der Unterelbe durch und wurde in der Vergangenheit schon im Truck-to-Ship Verfahren durch Nauticor mit LNG versorgt. Nachdem Nauticor und die DEME Gruppe Anfang Oktober 2019 auch einen Rahmenvertrag für die LNG-Versorgung der verschiedenen Neubauten durch das Bunkerschiff „Kairos“ unterschrieben haben, stellt die erste Bebunkerung in einem deutschen Hafen zugleich auch den Auftakt für die erweiterte Zusammenarbeit dar.
Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer von Nauticor, sagte: “Mit der erfolgreichen Durchführung der ersten LNG Ship-to-Ship Bebunkerung in Deutschland ist es unserem Team gelungen, einen weiteren Meilenstein beim Aufbau einer flächendeckenden LNG-Versorgungsinfrastruktur zu erreichen. Der Einsatz des weltweit größten LNG-Bunkerschiffes ‚Kairos` ermöglicht eine flexible und zugleich sichere und effiziente Versorgung von Schiffen mit dem umweltfreundlichen Treibstoff. Diesen Service nutzen inzwischen bereits eine Vielzahl an Kunden aus der Schifffahrtsbranche, darunter Produktentanker, Containerschiffe, Fähren und nun auch ein Spezialschiff wie der Laderaumsaugbagger ‚Scheldt River‘.”
Durch den Einsatz von Bunkerschiffen können auch größere Schiffseinheiten mit signifikanten Mengen LNG bedient werden. Bis dato wurden LNG-Bebunkerungen in Deutschland im Truck-to-Ship Verfahren durchgeführt. Derweil werden die Planungen zur Errichtung eines kombinierten LNG Import- und Distributionsterminals am Standort Brunsbüttel durch die German LNG Terminal GmbH weiter vorangetrieben. Auch die Schifffahrtsversorgung mit LNG würde von einem Terminal profitieren, da die Planungen vorsehen, dass LNG-Bunkerschiffe wie die „Kairos“ am Terminal LNG zur Weiterverteilung übernehmen können.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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