Finnland und Schweden entwickeln neue Eisbrecher-Generation

Die finnische Verkehrsinfrastrukturbehörde (FTIA) und die schwedische Seeverkehrsbehörde Sjöfartsverket werden bei der Entwicklung von Eisbrechern der nächsten Generation zusammenarbeiten. Die beiden Organisationen haben vereinbart, zunächst Entwürfe für zwei Schiffe für Finnland und drei Schiffe für Schweden zu entwickeln. Über den möglichen Bau der Schiffe gibt es noch keine Vereinbarung.

Die zukünftige Konstruktion dieser Schiffe stellt einige neue Herausforderungen dar. Einerseits wirkt sich der Klimawandel auf die Eismenge in bestimmten Häfen während der Wintermonate aus. Andererseits werden die Handelsschiffe im Allgemeinen immer größer, sind aber aus Umweltgründen oft weniger leistungsfähig, was ihre Fähigkeit, durch Eis zu fahren, beeinträchtigt, wie die Partner mitteilten.

Der Geschäftsführer der FTIA, Kari Wihlman, sagte: "Die Sicherung des Serviceniveaus der Winterschifffahrt erfordert die Entwicklung einer aktuellen Eisbrecherflotte. Das mit Schweden unterzeichnete Kooperationsabkommen ist eine Fortsetzung der langjährigen guten Zusammenarbeit in diesem Bereich." Seine Amtskollegin in Schweden, Katarina Norén, betonte die Bedeutung einer effektiven Eisbrecherflotte in Schweden, da 90 Prozent der schwedischen Produkte auf dem Seeweg transportiert werden und daher ohne einen wirksamen Eisbrecher die Häfen im Norden 130 Tage im Jahr geschlossen wären. Die bestehenden Schiffe seien jedoch am Ende ihrer Betriebszeit, sagte sie und fügte hinzu, dass der erste Schritt zur nächsten Generation von Eisbrechern nun getan sei.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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