Die „Carnival Vista“ wird auf dem Halbtaucherschiff „Boka Vanguard“ zur Reparatur nach Freeport/Grand Bahama gebracht (Quelle: Boskalis)

Halbtaucher transportiert „Carnival Vista“ zur Reparaturwerft

Die niederländische Reederei Royal Boskalis Westminster hat kürzlich einen außergewöhnlichen Auftrag erhalten.

Wegen technischer Probleme mit seinen Azipodantrieben musste das vor den Bahamas in Fahrt befindliche Kreuzfahrtschiff „Carnival Vista“ der Carnival Cruise Line gedockt werden. Da in der Region keine ausreichenden Dockkapazitäten für das 133 596 BRZ-Schiff zur Verfügung standen, wurde die „Carnival Vista“ von dem Halbtaucherschiff „Boka Vanguard“ aufgenommen und in den Hafen Freeport gebracht. Das Einschwimmen des Kreuzfahrers in den abgesenkten Laderaum des Spezialfrachtschiffs dauerte insgesamt zwölf Stunden und verlief problemlos, wie Boskalis mitteilte. Die Reparaturarbeiten werden derzeit von der Werft Grand Bahama Shipyard durchgeführt, während sich das Schiff weiterhin auf der „Boka Vanguard“ befindet.

Bei der „Boka Vanguard“ handelt es sich um das weltgrößte Halbtaucherschiff. Der Transport der 324 m langen „Carnival Vista“ an Bord des selbst nur 275 m langen Spezialschiffs ist durch das besondere Design des Halbtauchers möglich: Bug und Heck sind offen, die Schiffsaufbauten befinden sich an den Seiten der Ladefläche. So können auch überlange Ladungen aufgenommen werden.

Die Reparaturen an der Antriebsanlage sollen bis Ende kommender Woche abgeschlossen sein, damit das für 4000 Passagiere ausgelegte Kreuzfahrtschiff rechtzeitig am 27. Juli seine nächste Reise ab Galveston in Texas antreten kann.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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