Die IGF-Grundausbildung beinhaltet auch den praxisnahen Unterricht auf dem LNG-betriebenen Fahrgastschiff „Ostfriesland“ (Quelle: AG „EMS“)

Lehrbetrieb für gasbetriebene Seeschiffe

Die Emder Reederei AG „EMS“ hat kürzlich die Genehmigung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erhalten, sowohl eigene als auch externe Seeleute für „IGF“-Schiffe zu schulen. Dabei handelt es sich um Schiffe, die Gase oder andere Brennstoffe mit niedrigem Flammpunkt als Treibstoff verwenden.

Die ersten sechs Teilnehmer haben bereits erfolgreich eine IGF-Grundausbildung bei der AG „EMS“ absolviert. Besonders der praxisnahe Unterricht auf dem gasbetriebenen Fahrgastschiff „Ostfriesland“ sowie der reale Bunkervorgang mit LNG (Liquefied Natural Gas) sind einmalig in Deutschland. Die AG „EMS“ ist die einzige Lehrstätte, die auch eine praktische Einweisung an spezifischen Geräten einer Maschinenanlage anbieten kann.

Die Emder Reederei ist in diesem Segment Vorreiter, da sie auf ihren Schiffen „Ostfriesland“ und „Helgoland“ bereits seit einigen Jahren LNG als Brennstoff einsetzt und für die Fähre „Münsterland“ ebenfalls eine Umrüstung auf LNG geplant ist.

Der Lehrgangsinhalt des „IGF“-Grundkurses wird von der IMO (International Maritime Organisation) vorgegeben. Die Lehrgangsdauer beträgt drei Tage und schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab. Für Kapitäne und Maschinisten wird aktuell ein Fortbildungskurs vorbereitet, der zwei Tage umfassen wird. Neben dem IGF-Grundkurs bietet die AG „EMS“ seit einigen Jahren regelmäßig „Crowd Management“-Lehrgänge an. In diesem Kurs geht es um das Verhindern von Notsituationen und Krisenmanagement. Der Kurs wird als Einstiegskurs Vollzeit drei Tage oder als „Refresher“ an einem Tag angeboten.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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