Scrubber mit optimierter Feinstaubabscheidung

Ein kürzlich gestartetes Verbundprojekt aus Wissenschaft und Industrieunternehmen will die Feinstaubemissionen in Schiffsabgasen deutlich reduzieren. Das Forschungsprojekt SAARUS (Optimierung der Scrubber-Abgaswäsche-Technologie zur Reduktion umweltschädlicher Schiffsemissionen) wird von SAACKE Marine Systems, Bremen, koordiniert. Zu den weiteren Projektpartnern gehören der Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Universität Rostock & AVL (Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List), das Institut für Chemie der Universität Rostock, die Universität der Bundeswehr München, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, die GEA Group, die RVT Process Equipment GmbH, die SULT GmbH, sowie die SICK Engineering GmbH.

Die Beteiligten wollen ihre jeweilige Expertise in das Projekt einbringen – vom Einsatz von Partikelfiltertechnik im Scrubber über eine speziell abgestimmte Wasseraufbereitung bis hin zur Messsensorik für die Motorsteuerung. „Die Zusammenarbeit dieser Technologiebereiche in Bezug auf maritime Abgaswäsche ist in dieser Form bisher einmalig“, betont Nils Homburg, Manager Exhaust Gas Cleaning Department bei SAACKE.

Das Vorhaben mit einer Laufzeit bis Ende Mai 2022 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 3,5 Mio. Euro gefördert, das Gesamtvolumen beträgt ca. 4,9 Mio. Euro. Ziel der Projektpartner ist die Minimierung der Partikelemissionen um bis zu 90 Prozent unter Verwendung konventioneller Brennstoffe im Schiffsbetrieb.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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