Mit der „Stena Elektra“ plant die Reederei Stena Line den batteriebasierten Schiffsbetrieb auf einer rund 50 Seemeilen langen Strecke bis 2030, z.B. zwischen Göteborg und Frederikshavn (Quelle: Stena Line)

Stena Line reduziert CO₂-Emissionen weiter

Die schwedische Fährreederei Stena Line hat ihren neuen Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt. Das Unternehmen setzt auf neue, größere und energieeffizientere Schiffe, einen KI-gestützten Schiffsbetrieb und eine verbesserte Pünktlichkeit, um den CO2-Ausstoß weiter zu senken. 2019 konnte die Stena Line ihre gesamten CO2-Emissionen um 1,7 Prozent verringern, was rund 24 000 t CO2 entspricht. Beinahe noch wichtiger ist, dass das Unternehmen die Effizienz des Schiffsbetriebs weiter steigern konnte und somit die CO2-Emissionen pro transportierter Frachttonne und pro Passagierauto an Bord der Schiffe um 3,6 Prozent reduziert hat. Dies bedeutet eine CO2-Verringerung um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu 2008.

Einen wichtigen Beitrag dazu leistete die auf der Strecke Kiel-Göteborg eingesetzte Fähre „Stena Scandinavica“, auf der das KI-System als Pilotprojekt als erstes getestet wurde. Die nächste große Herausforderung sieht Stena Line nun in der Realisierung der emissionsfreien Schifffahrt bis 2050, im Einklang mit der internationalen Zielsetzung. Die Reederei testet dafür auch alternative Antriebsmöglichkeiten. Gute Erfahrungen konnten mit dem Treibstoff Methanol auf der „Stena Germanica“ gemacht werden, ein großes Potenzial sieht das Unternehmen im Batterieprojekt auf der Route Göteborg-Frederikshavn, wo bereits 2030 voll elektrisch gefahren werden soll.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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