Weltweit weniger Piraterie

2019 waren die Piraterieangriffe insgesamt rückläufig, allerdings gab es einen deutlichen Anstieg der Entführungen von Besatzungsmitgliedern im Golf von Guinea. Das sind die Ergebnisse des Piraterie-Jahresberichts des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC).

2019 wurden dem IMB Piracy Reporting Center (PRC) weltweit 162 Piraterieangriffe und bewaffnete Raubüberfälle auf Schiffe gemeldet, im Vergleich zu 201 Vorkommnissen im Jahr 2018. Die Vorfälle umfassen vier entführte und elf beschossene Schiffe, 17 versuchte Überfälle und 130 geenterte Schiffe.

Während der Gesamtrückgang der Piratenvorfälle eine positive Entwicklung ist, sind die Schiffe in mehreren Regionen, insbesondere im Golf von Guinea, weiterhin gefährdet. Die Zahl der im Golf von Guinea entführten Besatzungsmitglieder stieg um mehr als 50 Prozent von 78 Besatzungsmitgliedern im Jahr 2018 auf 121 Seeleute im Jahr 2019.

Auch die Straße von Singapur, die die Straße von Malakka mit dem Südchinesischen Meer verbindet, verzeichnet einen Anstieg mit zwölf gemeldeten Piratenangriffen im Jahr 2019, davon elf im letzten Quartal des Jahres. In der gleichen Region gab es für das gesamte Jahr 2018 nur drei Vorfälle.

In Somalia gab es keine Piratenangriffe, aber die Risiken bleiben bestehen. Das IMB PRC rät Schiffseignern und Besatzungen bei Reisen durch die Region weiterhin zur Vorsicht.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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