Reinigung der "Hoheweg" dauert an

Spezialisten haben am Freitag in Bremerhaven die Reinigungsarbeiten am Wrack des Fischkutters «Hohe Weg» fortgesetzt. Bislang sei dabei noch keine Spur des 27 Jahre alten Kapitäns gefunden worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. In dem am Montag aus der Nordsee geborgenen Schiff befinden sich noch etliche Tonnen Sand und Schlick, die durch in den Rumpf geschnittene Löcher langsam ausgespült werden sollen. Der Kutter aus dem niedersächsischen Brake war Anfang November in der Nordsee gesunken, nachdem ein Wasserschlauch den Schiffsantrieb blockiert hatte. Bei dem Unglück kamen vier Menschen ums Leben, darunter zwei Männer von der Insel Rügen.

Parallel zu den Reinigungsarbeiten haben Polizisten damit begonnen, auch die Innenräume des 23 Meter langen Schiffes zu durchsuchen. Allerdings seien weite Teile des Kutters nach wie vor nicht zu betreten. Wiederholt setzten die Beamten Leichenspürhunde ein, ohne dass sich Hinweise auf sterbliche Überreste des Kapitäns ergaben. Der Untergang der «Hohe Weg» muss sich nach ersten Einschätzungen der Bundesstelle zur Seeunfall-Untersuchung BSU in sehr kurzer Zeit abgespielt haben. Offenbar hatte die Besatzung noch versucht, sich selbst und das manövrierunfähige Schiff zu retten, bevor der Kutter kenterte. Dabei wurde der Kapitän möglicherweise in dem Schiff eingeschlossen. Die Leichen der drei übrigen Besatzungsmitglieder waren Wochen nach dem Unglück aus der Nordsee geborgen worden.

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