Schottel hat in den vergangenen Jahren stark investiert. In Emmelshausen-Dörth ist eine große und moderne Fabrik für Schiffsantriebe entstanden. Insgesamt sollen an den deutschen Standorten allerdings 90 Stellen abgebaut werden. (Quelle: Schottel)

Schottel initiiert Optimierungsprogramm

Das auf steuerbare Schiffsantriebe spezialisierte Unternehmen Schottel stellt sich auf veränderte Marktbedingungen ein und hat Umstrukturierungen angekündigt. Damit werden auch Stellenstreichungen einhergehen.

Hintergrund des Optimierungsprogramms sind laut Schottel neben dem nach wie vor schwachen Marktumfeld im Offshore-Geschäft (Öl- und Gasproduktion) auch die politischen Auseinandersetzungen um den internationalen Handel und die damit verbundenen globalen Unsicherheiten, die sich in einer massiven Zurückhaltung bei Investitionen und in der Nachfrage von Schiffsantrieben auswirken. Das Geschäftsjahr 2018 konnte noch mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden. Für einen nachhaltigen Erfolg, und um die gute Position im Wettbewerb zu untermauern, soll der Fokus nun noch mehr auf Wachstum und Effizienzsteigerungen in den Unternehmensprozessen und -strukturen gelegt werden. Wachstumspotenziale sieht Schottel u.a. in der Hybridtechnik, in intelligenten Datenerfassungs-, Diagnose- und Assistenzsystemen sowie in digitalen Produkten.

Darüber hinaus ist Unternehmensangaben zufolge eine marktgerechte Personalanpassung erforderlich. Von den weltweit 950 Arbeitsplätzen der maritimen Gruppe sind 150 betroffen. Davon entfallen auf die deutschen Standorte Spay, Dörth und Wismar mit derzeit knapp 750 Arbeitsplätzen rund 90 Stellen. Ein Großteil dieses Stellenabbaus soll mit sozialverträglichen Maßnahmen wie z.B. Vorruhestandsregelungen abgefedert werden.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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