Der Maritime Koordinator Norbert Brackmann begrüßte die Vertreter der maritimen Wirtschaft in Friedrichshafen zur 11. Nationalen Maritimen Konferenz (Quelle: A. Wroblewski/Schiff&Hafen)

11. Nationale Maritime Konferenz: „Maritime Wirtschaft fit für die Zukunft machen“

Vom 22. Bis 23. Mai findet in Friedrichshafen die 11. Nationale Maritime Konferenz (NMK) statt. Unter dem Motto „Deutschland maritim: global – smart – green“ hat der Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, MdB, die Vertreter der maritimen Branche zum Dialog eingeladen. Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel statt. Auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier wird am 23. Mai auf der Konferenz sprechen.

„Die maritime Branche ist eine wichtige Säule der deutschen Volkswirtschaft“, betonte der Maritime Koordinator Norbert Brackmann. „Sie erwirtschaftet rund 50 Milliarden Euro jährlichen Umsatz und schafft 400 000 direkt oder indirekt von der Branche abhängende Arbeitsplätze. Sie ist aber auch das Rückgrat der Weltwirtschaft. Über 90 Prozent des internationalen Warenverkehrs wird über den Seeweg transportiert. Eine gut laufende Maritime Wirtschaft ermöglicht erst den für Deutschland so wichtigen Export.“

„Ziel der Konferenz ist es, heute die Akzente für morgen zu setzen. 2017 haben wir die Maritime Agenda 2025 verabschiedet. Jetzt müssen wir uns daran machen, die Maritime Agenda 2030 auf den Weg zu bringen! Damit nehmen wir den Faden der Nationalen Industriestrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf und spinnen ihn für die maritime Branche weiter. Mit dem Motto „Deutschland maritim: global – smart – green“ greifen wir die zentralen Herausforderungen der Branche auf: Die maritime Branche steht in einem harten globalen Wettbewerb. Wir müssen gemeinsam Strategien erarbeiten, wie wir insbesondere mit der Konkurrenz aus Asien umgehen. Ich bin davon überzeugt, dass uns das nur gelingen kann, wenn wir europäisch denken und mit einer gemeinsamen Sprache sprechen. Ich freue mich deshalb, dass mein französischer Amtskollege, Denis Robin, an der Konferenz teilnehmen wird. Mit dem gemeinsamen Papier von BMWI und BMVI für eine Initiative für eine maritime Strategie der Europäischen Union adressieren wir unsere Forderungen für die Branche zudem direkt an die neue EU-Kommission,“ so der Maritime Koordinator weiter.

Automatisierung, autonome Schiffe, Digitalisierung, der Umgang mit großen Datenmengen ebenso wie Cyber Security stehen im Fokus des Schwerpunktes „smart“. Unter dem Schlagwort „green“ stehen nicht nur neue Kraftstoffe und neue Antriebstechnologien zur Erreichung der Klimaziele auf der Tagesordnung. Auch die Vertreter der Offshore-Windbranche nutzen die beiden Tage, um über Ausbaupfade, den Beitrag zur Energiewende und die Nutzung von Offshore-Wind im Zusammenhang mit der Entwicklung von neuen wasserstoffbasierten Kraftstoffen zu diskutieren.

Erstmals findet die Maritime Konferenz in einem Binnenland statt, denn maritime Wirtschaft findet nicht nur an den Küsten Deutschlands statt. Über 40 Prozent der Wertschöpfung wird in Süddeutschland erwirtschaftet, davon allein 21 Prozent in Baden- Württemberg. Und 60 Prozent der Container, die im Hamburger Hafen umgeschlagen werden, stammen aus Bayern. In fünf Fachforen wird es um die Herausforderungen in den Bereichen Schifffahrt, Meerestechnik, Schiffbauzulieferindustrie, Häfen und Offshore-Wind gehen. Hierzu haben die Branchenvertreter im Vorfeld für alle fünf Teilbereiche Positionspapiere erarbeitet, die im Rahmen der Konferenz diskutiert werden. Die Positionspapiere und das Papier zur Maritimen Wirtschaft in Europa gibt es hier.

 

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