Jörg Langkabe

Jörg Langkabel bei der Begrüßung der Gäste (Quelle: Schiff&Hafen/Wroblewski)

Ozeanbeobachtung war Thema des sechsten DNV GL-Fleetabends

Bereits zum sechsten Mal hat die Klassifikationsgesellschaft DNV GL zum maritimen Netzwerktreffen „Fleetabend“ eingeladen. Freunde und Geschäftspartner des DNV GL sind der Einladung in die maritime Zentrale am Hamburger Brooktorkai gefolgt.

Wie schon in den Jahren zuvor, wurde zum Auftakt des Fleetabends ein Vortrag gehalten. „Jedes Jahr suchen wir ein Thema, das einen aktuellen Bezug hat“, sagte Jörg Langkabel, Area Manager Germany, bei seiner Begrüßung der Gäste. „Klima und Umweltschutz stehen derzeit hoch auf der Agenda, weil es die Zukunft aller betrifft. Jeder sollte sich persönlich fragen, welchen Beitrag er selbst dazu leisten kann“, sagte Langkabel bevor er den Gastredner, Dr. Johannes Karstensen vom Kieler GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, den Gästen vorstellte. Dr. Karstensen hielt einen Vortrag zum Thema „Klima, Schifffahrt und Meer – was nutzt uns die Beobachtung der Ozeane?“. Er stellte zunächst die Methoden, die bei der Ozeanbeobachtung zum Einsatz kommen, vor. Die drei, die vom GEOMAR vor allem angewendet werden, sind die Satellitenbeobachtung sowie die Beobachtung des Meeres mithilfe von Schiffen und Robotern. Bei der Roboter-gestützten Methode setzt das Forschungszentrum sogenannte Tiefendrifter und Gleiter ein. Die Tiefendrifter, die über keinen eigenen Antrieb oder Steuerung verfügen, werden im Ozean ausgebracht, wo sie vier bis fünf Jahre driften. Dabei sammeln sie während eines etwa zehn Tage dauernden Tauchzyklus verschiedene Informationen, beispielsweise zur Temperatur, Druck oder Salzgehalt. Jedes Mal, wenn ein Drifter wieder an der Oberfläche auftaucht, verbindet er sich mit einem Satelliten und übermittelt die gesammelten Daten. Bei den Gleitern handelt es sich hingegen über ferngesteuerte Roboter. Sie bewegen sich über Monate in einer Zickzack-Bewegung durchs Wasser. Die vom Gleiter gesammelten Daten werden während seiner Steuerung über Satelliten abgegriffen. Aus den durch die Beobachtung gewonnen Erkenntnissen entstehen dann Produkte und Services, wie zum Beispiel Fahrroutenoptimierung oder Wettervorhersagen. Diese können dann dazu beitragen, den optimalen Weg für ein Schiff zu finden und dadurch Brennstoff und damit Emissionen zu sparen.

Im Anschluss an den Vortrag lud Jörg Langkabel zum gemeinsamen Essen ein. In einer lockeren Atmosphäre hatten die Gäste die Gelegenheit, das Thema des Vortrags zu vertiefen sowie sich über viele weitere, aktuelle Themen auszutauschen.

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