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Yachtprojekt mit innovativer Wasserstoff-Energiespeicherlösung

16.08.2018
Nobiskrug und das auf Energiespeicherlösungen spezialisierte Unternehmen H2-Industries wollen die erste vollelektrische Motoryacht mit der innovativen Stromspeichertechnik LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) entwickeln.

Die LOHC-Technologie ermöglicht  es, mit jeder (erneuerbaren) Stromquelle Wasserstoff herzustellen, und diesen sicher bei Umgebungsdruck und -temperatur im ölartigen Liquid Organic Hydrogen Carrier chemisch zu speichern. LOHC-gebundener Wasserstoff lässt sich problemlos transportieren und bei Bedarf wieder freisetzen. Mit der LOHC-Technologie lassen sich laut H2-Industries große Strommengen bis in den Terawattstunden-Bereich hinein sicher und günstig speichern.
Die Rendsburger Superyacht-Werft Nobiskrug und das Hightech-Unternehmen H2-Industries wollen mit dem gemeinsamen Pilotprojekt Maßstäbe für eine emissionsfreie Elektrifizierung der Schifffahrt setzen. Dabei sollen Lösungen für alle Schiffstypen und -größen entwickelt werden. „Wir glauben, dass Wasserstoff die Energie der Zukunft ist, die in flüssigem LOHC-Öl gespeichert werden kann. Vorteilhaft ist, dass sich LOHC ähnlich wie Diesel lagern und transportieren lässt. Diese Technologie ist ein Durchbruch auf dem Weg zu einer saubereren Umwelt“, erklärt Holger Kahl, Geschäftsführer von Nobiskrug.
LOHC ist effizient, schwer entflammbar und nicht explosiv, auch wenn es mit Wasserstoff beladen ist. Die LOHC-Technologie von H2-Industries ermöglicht den sicheren und effizienten Betrieb einer Brennstoffzelle an Bord. Sie wandelt den Wasserstoff, der aus dem LOHC gelöst wird, in Strom um, der vom Schiff genutzt werden kann. Dank des LOHC-Systems kann das Schiff von einem geräuschlosen Elektromotor angetrieben werden. Es werden keine CO2- und NOx -Emissionen abgegeben.
Der Neubau mit dem innovativen Antriebssystem soll eine Reisegeschwindigkeit von 10 kn und eine Reichweite von über 1000 Seemeilen erreichen. Um die Leistung der LOHC-Anlage während der Ankerzeiten zu erhöhen, soll eine erweiterbare Photovoltaikanlage auf dem Schiff installiert werden, über die Energie in Form von Wasserstoff in den LOHC-Tanks gebunden und bei Bedarf wieder abgegeben werden kann.


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