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Seepiraterie in 2017 rückläufig

09.02.2018
Im vergangenen Jahr sind 180 Fälle von Seepiraterie und bewaffneten Raubüberfällen auf Schiffe registriert worden.

Damit erreichen die Zahlen laut einem Bericht des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) den niedrigsten Wert seit rund zwei Jahrzehnten.
Insgesamt enterten Piraten im vergangenen Jahr 136 Schiffe, beschossen 16 und entführten sechs Schiffe. In 22 Fällen konnte der Angriff erfolgreich abgewehrt werden. Bei 15 dieser Angriffe wurden insgesamt 91 Besatzungsmitglieder als Geisel genommen und bei 13 weiteren Vorfällen 75 Seeleute von ihren Schiffen entführt. 2017 wurden drei Besatzungsmitglieder getötet und sechs verletzt.
Zu den Haupt-Pirateriezentren zählen weiterhin der Golf von Guinea und die Gewässer um Nigeria. Im Jahr 2017 gab es aus und um die nigerianischen Gewässer 36 gemeldete Vorfälle ohne Schiffsentführungen sowie zehn Entführungsvorfälle mit insgesamt 65 Besatzungsmitgliedern. Von den weltweit 16 beschossenen Schiffe wurden alleine sieben im Golf von Guinea registriert.
In Indonesien wurden im vergangenen Jahr 43 Vorfälle registriert, im Vergleich dazu 49 im Jahr 2016. Der IMB-Bericht stellt fest, dass die Patrouillen der indonesischen Marinepolizei weiterhin zur Sicherheit von zehn ausgewählten Ankerplätzen des Landes beitragen.
Dahingegen hat sich auf den Philippinen die Zahl der gemeldeten Vorfälle mehr als verdoppelt (zehn in 2016 zu 22 in 2017). Dem Bericht zufolge handelte es sich bei der Großzahl der gemeldeten Vorfälle um kleinere Überfälle, hauptsächlich an den Häfen von Manila und der Provinz Batangas. Im ersten Quartal 2017 wurden Schiffe auf ihren Weg zu den Südphilippinen geentert und die Besatzung entführt. Allerdings haben die verbreiteten Warnungen des IMB Piracy Reporting Center (PRC) im Auftrag der philippinischen Behörden seitdem dazu beigetragen, weitere erfolgreiche Angriffe zu verhindern.


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