Sehr geehrte Damen und Herren,
die maritime Wirtschaft beginnt das Jahr 2026 in einer Phase besonderer Spannung. Die Verschiebung zentraler Klimaregelungen auf internationaler Ebene hat erneut verdeutlicht, wie herausfordernd der Ausgleich zwischen politischem Anspruch und technischer Realität bleibt. Zugleich zeigt sich in Forschung, Schiffbau und Hafenwirtschaft eine bemerkenswerte Dynamik: Die Branche arbeitet weiter an Lösungen, auch wenn der regulatorische Rahmen auf sich warten lässt.
In den Werften und Entwicklungszentren entstehen derzeit Technologien, die die maritime Energiewende maßgeblich prägen werden. Methanol- und Ammoniakmotoren werden unter realen Bedingungen getestet, neue Syntheseverfahren für klimafreundliche Kraftstoffe rücken in Reichweite, und Dual-Fuel-Konzepte schaffen die nötige Flexibilität für die nächsten Jahre. All dies zeigt, dass Innovation nicht allein von politischen Entscheidungen abhängt, sondern vor allem von langfristigen Entwicklungsstrategien und technischem Fortschritt getragen wird.
Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den maritimen Betrieb schneller, als viele erwartet hätten. Assistenzsysteme für Hafenmanöver, KI-gestützte Dokumentation und digitalisierte Logistikprozesse sind keine Zukunftsszenarien mehr, sondern werden Stück für Stück Realität. Sie erhöhen die Effizienz, verbessern die Sicherheit und sind inzwischen unverzichtbar für resiliente Lieferketten – gerade in einer Zeit, in der geopolitische Spannungen und globale Handelsrisiken wieder deutlich zunehmen.
Die Häfen stehen dabei vor besonderen Aufgaben. Sie müssen modernisieren, Energieinfrastrukturen aufbauen, Datenströme sicher integrieren und zugleich ihre Rolle im internationalen Wettbewerb behaupten. Dass dies gelingt, zeigt sich nicht zuletzt an neuen Forschungs- und Förderinitiativen, die Digitalisierung und nachhaltigen Umbau konsequent vorantreiben.
All diese Entwicklungen machen deutlich, wie wichtig ein klarer Blick auf das bleibt, was die maritime Branche wirklich bewegt. 2026 wird kein Jahr der schnellen Antworten, aber eines, in dem wesentliche Grundlagen gelegt werden – technologisch, wirtschaftlich und politisch.
Herzliche Grüße, Ihre
Kathrin Lau
Chefredakteurin Schiff&Hafen | Ship&Offshore

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