Mit einem auf einem digitalen Zwilling basierenden Simulationsmodell können z.B. Schiffssysteme getestet werden

OSP-Initiative zum Bau digitaler Zwillinge gestartet

In Norwegen hat das Projekt Open Source Plattform (OSP) zum Bau digitaler Zwillinge von Schiffen offiziell begonnen. Weitere Partner haben sich der Initiative angeschlossen.

Bereits im Juli 2017 hatten Rolls-Royce Marine, die Norwegian University of Technology Science (NTNU), die Forschungsorganisation SINTEF Ocean und die Klassifikationsgesellschaft DNV GL eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel war es, eine digitale Open Source Plattform zur Entwicklung neuer Schiffe zu gründen. Ende März wurde die Initiative Open Simulation Platform (OSP) nun im norwegischen Ålesund, im Norwegian Maritime Competence Centre, offiziell gestartet.
Mit Hyundai Heavy Industries, Kongsberg Digital, Vard und Offshore Simulator Centre haben sich zugleich neue Industriepartner der Initiative angeschlossen. Eines der gemeinsamen Ziele der Partner ist es, einen digitalen Zwilling beim Entwurf neuer Schiffe zu schaffen. Die Gründungspartner laden weitere Teilnehmer ein, sich dieser Initiative anzuschließen.
Konstrukteure, Zulieferer, Werften, Schiffseigner, Schiffsbetreiber, Klassifikationsgesellschaften, Forschungsinstitute und Universitäten seien den Angaben zufolge diejenigen, die von der Zusammenarbeit, die schneller zur Entwicklung von Innovationen führen wird, profitieren werden.
Die Plattform wird auch Modellbibliotheken unterstützen, indem sie simulierte Schiffskonzepte, Systeme und Equipment speichern wird.
Eines der ersten Projekte, welches die Plattform nutzt, ist eines von Rolls-Royce Marine. Das Unternehmen möchte ein auf einem digitalen Zwilling basierendes Simulationsmodell schaffen, um u.a. das Energie- und Antriebssystem eines Schiffes zu testen.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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