10-jähriges Jubiläum der Stiftung Hamburg Maritim

Vor zehn Jahren wurde die Stiftung Hamburg Maritim auf Initiative der Handelskammer Hamburg gegründet; sie hat seither einiges für den Erhalt des maritimen Erbes in der Hansestadt erreicht.

Am 18. Mai wurden Freunde und Förderer zu einer Jubiläumsveranstaltung bei den historischen 50er Schuppen eingeladen, um die aktuellen Projekte vorzustellen.

Seit 2002 ist die Stiftung Eigentümerin der denkmalgeschützten Schuppen 50 – 52. Es sind die letzten Originalschauplätze des Hafens aus der Kaiserzeit. Die Stiftung hat es geschafft, die Schuppen nach und nach zu restaurieren und anschließend zu vermieten, überwiegend an gewerbliche Umschlagsbetriebe, aber auch an den Event-Veranstalter Klaus Gerresheim und das Hafenmuseum Hamburg. Als ehemalige Eigentümerin hat sich die HHLA seit Jahren dafür engagiert, dass dieser besondere Ort im Hafen erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Die Bewahrung der stiftungseigenen historischen Schiffe ist ebenfalls nur dank großzügiger Förderung verschiedener Sponsoren möglich. Mit ihrer Unterstützung wurden das Dampfschiff "Schaarhörn", der Lotsenschoner "N° 5 Elbe", der Ewer "Johanna", der Hochseekutter "Landrath Küster", der Schlepper "Fairplay VIII", die 12 m-Rennyacht "Heti", der Fischerewer "Catarina" und das Bereisungsboot "Süderelbe" wieder fahrtüchtig gemacht. Die Schiffe werden von ehrenamtlichen Crews gepflegt und gefahren.

Ihren Heimathafen haben die meisten Schiffe der Stiftung seit September 2008 im Sandtorhafen inmitten der HafenCity. Der dortige Traditionsschiffhafen wird ebenfalls von der Stiftung mit Hilfe von ehrenamtlichen Hafenmeistern betrieben. Mit dieser Einrichtung ist es gelungen, einen zentralen und prominenten Liegeplatz für Traditionsschiffe in Hamburg zu schaffen.
Zu den großen Aufgaben der Stiftung für die nächsten Jahre gehören: Die aufwändige Restaurierung des Stückgutfrachters "Bleichen" mit dem Ziel der fahrfähigen Erhaltung, die umfangreichen Hochwasserschutz- und Infrastrukturmaßnahmen an den 50er Schuppen und die Förderung des klassischen Bootsbauhandwerks.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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