Ausbau der LNG-Infrastruktur

Der auf LNG spezialisierte GATE-Terminal im Hafen von Rotterdam, betrieben von einem Joint Venture der Unternehmen Gasunie, Vopak und OMV wird zu einem Break-Bulk-Terminal ausgebaut. Der Energiekonzern Shell erwirbt in diesem Zusammenhang Kapazität des bestehenden GATE-Terminals, und ermöglicht so die Finanzierung der Terminalerweiterung.

Bislang wird das LNG, das in Rotterdam ankommt, vollständig in den gasförmigen Zustand zurückgewandelt, bevor es exportiert oder für die Stromerzeugung verwendet eingesetzt wird. Der neue Break-Bulk-Terminal wird das verflüssigte Erdgas per Pipeline vom zentralen Terminal erhalten und dieses für den Umschlag als Kraftstoff im Güterverkehr in kleinere Mengen aufteilen. Dies wird Betreiberangaben zufolge einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, über die Niederlande hinaus die Versorgung der Schifffahrt mit LNG zu verbessern.
Der neue Break-Bulk-Terminal soll im 4. Quartal 2016 in Betrieb gehen und wird neben dem bestehenden GATE-Terminal liegen, wo zurzeit LNG von großen gecharterten Transportschiffen aus der ganzen Welt angelandet wird.
Darüber hinaus arbeitet Shell am Abschluss eines Chartervertrags für ein spezialisiertes LNG-Bunkerschiff mit einer Kapazität von 6500 m3. Es soll im Hafen von Rotterdam Schiffe betanken und kleinere Terminals außerhalb des Hafens mit LNG beliefern.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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