Bremerhaven bekommt eine LNG-Bunkerstation

Im Überseehafen in Bremerhaven entsteht eine LNG-Bunkerstation (Liquefied Natural Gas), das hat Bremens Hafensenator Martin Günthner kürzlich bekannt gegeben. Bei der Umsetzung des Projektes ist neben der Hafengesellschaft Bremenports auch die Bomin Linde LNG GmbH & Co. KG aus Hamburg beteiligt.

Gesellschafter dieses kürzlich gegründeten Unternehmens sind die Linde Group aus München, und Bomin, ein Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg. Die neue Bunkerstation soll an der Steubenstraße entstehen und voraussichtlich 2014 den Betrieb aufnehmen. Wie Bomin Linde LNG-Geschäftsführer Mahinde Abeynaike mitteilte, soll die neue Anlage neben dem bereits bestehenden Bomin-Betriebsgelände auf einer Fläche von rund 10 000 m² gebaut werden.
Der technische Geschäftsführer von Bremenports Robert Howe ist davon überzeugt, dass es sich bei LNG um einen Brennstoff der Zukunft handelt. Anlässlich der Bekanntgabe des Bauvorhabens sagte Howe: „LNG bietet eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Schweröl und Schiffsdiesel. Stickoxid wird um etwa 85 Prozent reduziert, Kohlendioxid immerhin noch um 10 bis 25 Prozent.“ Der Ausstoß von Schwefeloxiden und Feinstaub lasse sich gar vollständig vermeiden.
Um die LNG-Technologie zu fördern und einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Hafen zu leisten, will Bremenports nach eigenen Angaben zukünftig selbst zum Nutzer von Flüssiggas werden. In den kommenden Jahren muss die Gesellschaft sechs alte Klappschuten ersetzen, die für den Transport von Hafenschlick zur Deponie in Bremen-Seehausen eingesetzt werden. Die darauf folgenden Neubauten sollen mit moderner LNG-Antriebstechnik ausgestattet werden. Die Auslieferung des ersten Neubaus ist für 2014 geplant.
Darüber hinaus führt Bremenports bereits Gespräche mit potenziellen LNG-Nutzern in Bremerhaven. Dazu gehören auch Logistikunternehmen mit eigenem Fuhrpark, da sich Lkw und Busse ebenso für einen Betrieb mit LNG eignen wie etwa Fähren, Schlepper und andere Arbeitsschiffe. Ziel des Hafenbetreibers sei es, ein Netzwerk aus Abnehmern zu schaffen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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