Doppelrampen-Anleger am Skandinavienkai

Im Hafen von Lübeck-Travemünde wird der Anleger 7 zu einem Doppelstock-Anleger für Schiffe bis 250 m Länge umgebaut.

Nach der Fertigstellung, die für Oktober 2013 vorgesehen ist, soll der Skandinavienkai insgesamt über vier hochmoderne Anlagen, auf denen die Be- und Entladung eines Schiffes gleichzeitig über zwei Ebenen erfolgen kann, verfügen.
Zurzeit werden die alten Hubturmfundamente des bisherigen Anlegers abgerissen. Danach beginnt die Herstellung eines neuen Spundwandkastens inklusive Verfüllung für die künftige Zufahrt des Hauptdecks. Im Anschluss daran erfolgt die Rammung der neuen Hubturmfundamente. Dabei werden auch die Tiefgründungspfähle für die Fundamente der Oberdeckrampe gesetzt. Nach weiteren Betonarbeiten werden die 320 Tonnen schwere Oberdeck- und die 350 Tonnen schwere Hauptdeckbrücke sowie das 230 Tonnen schwere Hubportal mit Hilfe eines Schwimmkrans eingehoben.
Bauherr ist die städtische Lübeck Port Authority (LPA) in enger Abstimmung mit der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG). Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen Höhe von zwölf Millionen Euro trägt zunächst die Hansestadt Lübeck. Sie werden den Angaben zufolge von der LHG voll refinanziert. Die Förderungssumme durch das Land Schleswig-Holstein beträgt ca. 5,5 Millionen Euro. Als Bauunternehmen fungieren die Firmen Wasserbau Bunte aus Bad Bentheim und SAM aus Magdeburg (Stahlbau). Die Hydraulikzylinder werden von der Firma Bosch Rexroth konzipiert und geliefert.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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